heit eines ums andere in ſeinen Mund ſteckte und zerkaute.
Die zwei erſten, in ihrer äußern Erſcheinung fürſtlichen Vertreter der ſchwediſchen Ariſtokratie, Brahe und Ferſen, traten beinahe zugleich ein.
Wir haben ſie bereits gezeichnet.
Wenn Ferſen auch in manchen Fragen des Staats⸗ lebens keinen vollkommen freien und unbeſchränkten politiſchen Blick beſaß, ſo beſaß er doch immerhin einen ausgedehnteren Horizont als Brahe.
Aber in ſeinem Bewußtſein, als der erſte Edel⸗ mann Schwedens zu gelten, glaubte Brahe dem Thron am nächſten zu ſtehen, und dieſes Gefühl flößte ihm ein Benehmen ein, das man leicht mit der Zuver⸗ ſichtlichkeit wirklichen Talents verwechſeln konnte, die nicht ſelten einen eigenen Kranz des Stolzes um die Stirne ihres Inhabers flicht.
Die verſchiedenen Anſichten unter den Menſchen werden im öffentlichen Leben gewöhnlich auch eine Scheidewand zwiſchen ihnen.
Von ihrem natürlichen Parteihang geleitet, hat⸗ ten ſich die Hüte auf der einen und die Mützen auf der andern Seite zuſammengeſchaart. Ferſen und Brahe begaben ſich alſo, jeder zu ſeinen politiſchen Freunden.
Keine Feindſchaft iſt ausdauernder als diejenige, die von politiſchem Parteihaß geſchürt wird: ſie ruht auf unſerer Ueberzeugung und Stellung, ſie ſtützt ſich auf die Vernunftgründe unſerer Intereſſen.
Obſchon die entgegengeſetzten Parteien einander mit aller äußeren Höflichkeit begegneten, ſo konnte


