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weiter den Grafen Creutz und den Lieutenant Ami⸗ noff; auch Herr von Röhr fehlte nicht.
Unter den bürgerlichen Ständen auf dieſer Seite nennen wir nur Hakansſon, den Kandidaten für den Sprecherſtab im Bauernſtand.
Auf der andern Seite bemerkte man den Hof⸗ marſchall Baron Horn, mehr Allongeperrücke als Kopf, und den Grafen Hard, mehr Soldat als Staatsmann. Wrangel, ein kenntnißreicher Juriſt und ſcharfſinniger Staatsmann, obſchon ein ſchwä⸗ cherer Intrigant, als er ſelbſt glaubte, unterhielt ſich mit ihnen. Unter den bürgerlichen Perſonen bemerkte man hier auch Forbus und Lars Larsſon.
Unleugbar befanden ſich die größten Talente auf Seiten der Hüte.
Als Pechlin kam, hatte ſich ein Kammerpage ihm vorſichtig genähert und ihm heimlich ein Billet in die Hand geſteckt.
Ganz ungenirt wählte ſich Pechlin, als er in die königlichen Zimmer trat, einen Platz an einem Fen⸗ ſterpfeiler, erbrach ruhig ſeinen Brief und las ihn in größter Bequemlichkeit.
Der Brief war ohne Unterſchrift, aber er erkannte die Hand: er kam von Amanda.
„Mein beſter Baron,“ las er,„ſeit ich wieder in den Dienſt berufen bin, habe ich keine Gelegen⸗ heit gefunden, Ihnen einen Beſuch zu machen. Ich muß Sie nothwendig ſprechen. Ich erwarte Sie heute Abend zur gewöhnlichen Zeit und am gewöhn⸗ lichen Ort.“
Mit unerſchütterlicher Ruhe zerriß Pechlin ſodann den Brief in kleine Stückchen, die er wie aus Zerſtreut⸗


