211
„Ew. Majeſtät ſollen mit mir zufrieden ſein,“ verſicherte Puke.„Habe ich ſogleich abzureiſen?“ „Warten Sie noch ein wenig. Sie nannten
ein gewiſſes Wort... Ihre Zukunft. Laſſen Sie mich hören, welche Pläne Sie für dieſelbe haben.“ „Keine.“
Seine kurze Antwort gefiel der Königin.
„Capitän,“ bemerkte ſie daher,„wollen Sie mir das Geſchäft anvertrauen, Ihre Zukunft zu machen?“
„Mein Leben gehört Ew. Majeſtät...“
„Alſo auch Ihre Zukunft, meinen Sie? Nun wohl, ich kann jetzt Nichts für Sie thun, aber ich kann für kommende Tage eine kleine Anweiſung ge⸗ ben, die Sie wohl verdient haben.“
Die Königin ergriff die auf dem Tiſch ſtehende Glocke, klingelte aber nicht, ſie hatte ſich an Etwas erinnert.
„Apropos,“ ſagte ſie,„Sie ſprachen von dem Duell. Wie iſt es abgelaufen?“
Puke erzählte es in wenigen Worten.
„Es iſt gut,“ bemerkte ſie dann,„daß kein Blut gefloſſen iſt. Das verleiht Ihnen noch größere Rechte auf meine Achtung.“
Hierauf klingelte ſie, und auf den erſten Ton der Glocke öffnete ſich dieſelbe Thüre, durch welche die Königin ſelbſt eingetreten war, und eine neue Per⸗ ſon kam zum Vorſchein..
Die Königin faßte die Eintretende bei der Hand und führte ſie zu Puke vor.
Mit einem aus tiefſter Bruſt dringenden Freuden⸗ ruf erkannte er Alma.


