Teil eines Werkes 
5. bis 8. Bändchen (1856)
Entstehung
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nicht erfüllt habe. Beim Anblick ſeines Sohnes drangen alle Vorwürfe auf meine Seele ein; aber als ich heute früh vernahm, daß er nicht weniger als zwei Duelle zu beſtehen habe, da ſah ich auch ihn aus dem Leben ſcheiden, und ich wurde von Furcht und Schwermuth übermannt.

Schecta erinnerte ſich jetzt gleichfalls an Capitän Puke, mit dem er ſogar einige Worte geſprochen hatte.

„Puke's Sohn... ja, ja, das iſt er... ich habe ihn geſehen... ich habe mit ihm geſprochen

. ich ahnte jedoch nicht, daß er es war... wo iſt er... laſſen Sie uns zu ihm eilen.“

„Man will ſein Verderben, Capitän. Man fürchtet ihn, wie man den Vater fürchtete. Zwei gegen einen! Laſſen Sie uns zu ihm eilen! O mein Gott, ich hätte keinen ruhigen Augenblick mehr auf Erden, wenn ich nicht mein Verbrechen von mir ab⸗ wälzen dürfte, bevor er aus der Welt ſcheidet. Sie werden doch meine Ausſagen bekräftigen... nicht wahr, Capitän, Sie thun das?“

Die Beſchaffenheit der Ereigniſſe, die bei Lars Zerknirſchung und Reue hervorgerufen haben, kennen wir noch nicht näher; aber die Vorwürfe des red⸗ lichen Herzens ſtanden ſo deutlich in ſein Geſicht gezeichnet.

Er murmelte leiſe vor ſich hin:

„Wunden kann man verbinden; ſpöttiſche Worte kann man ſühnen; aber wer ein Geheimniß offen⸗ baret, mit dem iſt es aus.“

Darauf fügte er hinzu:

„Sie helfen mir doch, Capitän?“

„Ja, Vater Lars. Laſſen Sie uns eilen.“