Teil eines Werkes 
5. bis 8. Bändchen (1856)
Entstehung
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geſunken, der vor einem gewöhnlichen, ziemlich gro⸗ ßen Schreibtiſch ſtand. In ſeinen gefalteten Hän⸗ den, die auf dem Tiſchrand ruhten, befand ſich ein zuſammengedrücktes Papier.

Forbus und Lars wollten ihm zu Hilfe eilen, aber es war überflüſſig; Schecta richtete ſich in die⸗ ſem Augenblick ſelbſt auf. Wie ſehr hatte er ſich jedoch nicht in dieſen wenigen Minuten verändert! In dem ſonſt ſo nichtsſagenden Geſicht lag Feuer, Leben und Beſtimmtheit. Das Wirre und Lächer⸗ liche darin war verſchwunden, und die Züge waren ſtatt deſſen ſcharf und ernſt; das manchmal höhniſche und lauernde Auge war jetzt voll von drohender Kraft; der mitunter ſogar dumme, um nicht zu ſagen ſchlaffe Ausdruck in ſeinen Geſichtszügen wurde jetzt von einer herausfordernden und kühnen Genialität beſeelt; die buſchigen Brauen bedeckten nicht mehr gläſerne, langſam rollende Augen, ſondern ſolche, aus denen eine nachhaltige Flamme von reinem Feuer leuchtete.

„Welche entſetzliche Erinnerungen hat dieſes Zim⸗ mer nicht in mir geweckt?“ ſagte Schecta.„In die⸗ ſem Zimmer umgeben mich noch jetzt alle meine frü⸗ heren Erinnerungen. Ich erkenne dieſe Möbel, dieſe Stühle, dieſen Tiſch wieder. Hier war es, wo meine ehemaligen Freunde einmal ſaßen. Und dieſe Schrift...“

Schecta zerdrückte das Papier in ſeiner Hand, und ein Zittern ſchüttelte ſeine Glieder.

„Unendliche Macht der Erinnerung,“ rief er, „noch an des Grabes Rand reißt ſich keiner aus deinen Armen los!“