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ſein Geheimniß, kehrte aber dann wieder auf einige Zeit mit Liebe und Treue zu ihr zurück.
Einer einzigen großen Neigung blieb er jedoch ſein ganzes Leben lang treu: ſeiner Liebe für die dramatiſche Kunſt. In Frankreich war er in ſeiner Jugend auf verſchiedenen Theatern unter falſchen Namen und dem Vorwand, daß er ein Engagement ſuche, als Schauſpieler aufgetreten.
Einmal, als er bei Hof in einer ſchwediſchen Tragödie auftrat, gerieth er dermaßen in Leidenſchaft, daß er gänzlich den Athem verlor, ohnmächtig wurde und nur mit der größten Mühe wieder zum Bewußt⸗ ſein gebracht werden konnte.
Luiſe Ulrikens Hof war nicht minder lebens⸗ luſtig, als der Hof der Königin Chriſtina geweſen, und als der Hof Guſtavs III. wurde. An allen dreien herrſchten Muſik, Tanz, Schauſpiel, Schwänke, Spiele, Maskeraden, Feſte u. ſ. w.
Karl Ferſens großer Eifer für das Theater wurde oft als eine Thorheit getadelt; aber dieſer Thorheit hat Schweden ſein Nationaltheater zu verdanken. Die meiſten Schauſpieler wurden von ihm herange⸗ bildet, und ſein Wohlwollen gegen die Autoren war die erſte Aufmunterung, welche den dramatiſchen Muſen in Schweden zu Theil wurde.
Aber warum uns ſo lange bei einem Einzigen aufhalten? Die Perſonen drängen ſich, um vor unſere Blicke zu treten.
Noch einen milden, wärmenden Mittagsſonnen⸗ glanz um ſich breitend, ſah man hier die einzige Schweſter der Ferſen, nebſt ihrem Mann, Baron Lantingshauſen.


