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von Teſſin, während ſeines Aufenthaltes in Frank⸗ reich vermählt, nicht mit Axel, ſondern mit Carl Ferſen, und Mutter zweier von den ſogenannten Grazien.
Die zauberiſche Anmuth, welche ſie belebte, ver⸗ dunkelte den ganzen Kreis, worin ſie ſich jetzt befand. All' die Schönheit und graziöſe Liebenswürdigkeit, die einſt ihre Töchter ſchmücken ſollte, konnte von keiner würdigeren Stirne ihr Diadem borgen.
An einer andern Stelle ſah man ihren Mann, dieſe prachtvolle Geſtalt mit den edelſten Manieren und einer Artigkeit und Freundlichkeit, die Achtung einflößte, während er die Aufmerkſamkeit ſelbſt war.
Er bildete in ſo fern eine große Ausnahme unter den Männern ſeiner Zeit, als er ſich nicht im Min⸗ deſten für Politik intereſſirte.
Leidenſchaftlich dem ſchönen Geſchlecht ergeben, flatterte ſeine Seele von Gegenſtand zu Gegenſtand, kehrte jedoch nach aufgehobenem Luſtlager immer zu der Fahne zurück, welcher er allein ſeinen Eid der Treue geſchworen hatte.
Während eines Aufenthalts auf dem Lande hatte er einmal ſein Auge auf ein Bauernmädchen ge⸗ worfen; er verliebte ſich in ſie und machte alle mög⸗ lichen Verſuche, um ſie zu treffen. Eines Sonntags, als er während des ganzen Gottesdienſtes das Mäd⸗ chen betrachtet hatte, kam ſeine junge Gattin auf den Einfall, ſich ſo zu verkleiden, daß ſie dem Mäd⸗ chen möglichſt gleichſah, und ſetzte ſich, mit einem Körbchen Erdbeeren auf dem Schooß und ein großes Kopftuch tief in's Geſicht hereingezogen, auf ſeinen Weg. Der Graf ging in die Falle und verrieth


