Teil eines Werkes 
5. bis 8. Bändchen (1856)
Entstehung
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ſondern daß Pechlin vor ihr ſtand und ſie lächelnd betrachtete.

Träumſt Du jetzt wieder? bemerkte Pechlin; bedenke, Amanda, daß Nichts für ein Mädchen ſo gefährlich iſt, als ein ſolches Träumen.

Sie täuſchen ſich, Herr Baron, erklärte Amanda nicht ohne einige Bitterkeit,ich kenne Etwas, das noch weit gefährlicher iſt.

Die Liebe vielleicht?

Die Liebe mag recht angenehm ſein...

Was kann alſo wohl noch gefährlicher ſein?

Das Intriguiren, Herr Baron. Ich bin der Rolle überdrüſſig, die Sie mir bei der Königin an⸗ gewieſen haben; mein Benehmen iſt unedel, ſchlecht. Mein Gewiſſen...

Eitles Geſchwatze, Amanda. Das Gewiſſen... ich weiß wohl... iſt eine kleine Ameiſe, die unauf⸗ hörlich an ihrem Strohhalm zieht. Man muß ſich nur hüten, daß ſie nicht einen ganzen Haufen zu⸗ ſammenzieht, denn ſonſt bekommt man gar zu viele Ameiſen oder Grillen in den Kopf. Glaube mir, Amanda, ein Mädchen iſt nur ſo lange reizend, als ihr Kopf nicht ein ganzer Ameiſenſchwarm iſt. Solche Frauenzimmer ſind unerträglich. Wo iſt Aminoff?

Amanda war mißvergnügt, und dennoch lächelte ſie. War auch ſie eine Freundin von Sophismen, wie Pechlin?

Die weiße Zahnreihe glänzte wie Juwelen.

Aminoff trat ein.

Herr Cornet, begann Pechlin,Amanda be⸗ hauptet, oaß es recht angenehm ſein müſſe, zu lieben.