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„Geht Ihre Erziehung, d. h. Ihre Beſſerung verhältnißmäßig ſo fort wie bisher, ſo hoffe ich, Sie werden Ihren Curs oder, wenn Sie ſo wollen, Ihre Cur in etwa drei Jahren durchgemacht haben.“
„Machen Sie mich nicht wahnſinnig, Amanda; lehren Sie mich nicht Ihr Geſchlecht bitter haſſen. Ich weiß wohl, daß das Weib nichts Höheres wünſcht, als den Mann an den Triumphwagen ihrer Thor⸗ heiten zu ſpannen... mag ſein... aber nehmen Sie ſich doch in Acht, daß Sie das Geſpann nicht an den Abgrund lenken. Ich fühle in dieſem Au⸗ genblick, daß ich zu Allem fähig bin. Jetzt bete ich Sie an; mag der Himmel mich davor bewahren, daß ich Sie einmal haſſen ſollte: jetzt bin ich unglücklich, dann aber wäre ich verloren. Seit Eva's Zeit iſt jedes Weib mit der Frucht der Erkenntniß des Gu⸗ ten und Böſen geboren: mit der einen betrügt ſie uns, die andere läßt ſie uns eſſen. Das muß an⸗ ders werden. Ich bleibe nicht immer ein Spielball Ihrer Launen, Amanda. Sie müſſen mir antwor⸗ ten. Lieben Sie mich oder nicht? ja oder nein?“
„Warum beantworten Sie meine Frage nicht, wenn ich Sie bitte, mir zu ſagen, wo Sie geweſen ſind?“
„Barmherzigkeit, Amanda, ich bitte Sie, Barm⸗ herzigkeit. Sie ſehen, daß ich Sie mit einer Raſerei liebe, die keine Grenzen kennt, daß ich für Sie mein Leben opfern könnte...“
„Jetzt ſchwatzen Sie in's Blaue hinein, Herr Cornet; erzürnen Sie ſich nicht mehr, daß Sie mich tauſend und aber tauſendmal verſichert haben, Ihr Leben habe gar keinen Werth ohne mich?“


