Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1856)
Entstehung
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Rechte Aller vor denjenigen, die dieſſeits und jen⸗ ſeits der Gräber richten.

In einer weitentlegenen Zukunft ſehe ich, nach dem Einſturz unſerer Babel, aus den Ruinen eine Staatsform erwachſen, welche den rechtmäßigen For⸗ derungen der Geſchlechter würdig entſprechen wird.

Aber ſteht es uns zu, bis dahin zu ſchlummern?

Tretet ſchon heute vor die Machthaber und ſpre⸗ chet, die Hand auf Euerm Herzen, die Bekümmerniſſe aus, welche die Nation mit Bangigkeit erfüllen.

Ich fordere Niemand zu einem Verbrechen gegen die beſtehende Staatsverfaſſung auf, aber ich fordere Jedermann auf, zu verlangen, daß ſie eine Wahrheit werde.

In früheren, uralten Zeiten beſaß jeder freie Grundbeſitzer Stimmrecht bei den allgemeinen Volks⸗ verſammlungen: man kam mit Schild und Schwert, und wenn man mit dem Schwert an die Schilde hämmerte, ſo war dieſe Beredtſamkeit genug, um den Willen des Volks durchzuſetzen. Dies war eine bewaffnete Preßfreiheit, eine Buchdruckerkunſt mit Schild und Schwert, eine Oeffentlichkeit, die auf wirklicher Freiheit beruhte. Seitdem iſt ein erſticken⸗ der Rauch durch den Staat gegangen, und bei Ida⸗ vall ſuchen wir jetzt die Tafeln der Erinnerung, eine verlorene Nationalität, Freiheit und Selbſtändigkeit. Gewiß würden jedoch alle Bemühungen ſie wieder⸗ zufinden gänzlich fruchtlos ſein, wenn nicht während der hundertjährigen Nacht eine neue Macht ihr Auge geöffnet hätte, aus welchem neues Licht über die Welt ſtrahlt, während ihr Blick immer tiefer durch das Dunkel vordringt, und dieſe Macht iſt die Preßfrei⸗

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