Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1856)
Entstehung
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Daniel erkannte nur einen einzigen von ihnen, nämlich den Grafen Hard, Oberſt der königlichen Leibtrabanten.

Nachdem er mehrere Jahre mit der größten Aus⸗ zeichnung in der von dem Fürſten von Waldeck com⸗ mandirten holländiſchen Armee gegen die Franzoſen gefochten, die unter den Befehlen des Marſchalls von Sachſen ſtanden, kehrte er nach Schweden zurück. Der Ruf ſeiner abenteuerlichen Tapferkeit und ſei⸗ nes Muthes war ihm in's Vaterland vorangegangen.

Das ganze Publikum kannte ſeine Heldenthaten, Grund genug, um auch den Helden ſelbſt kennen zu lernen. Man konnte auch keinen Krieger von vor⸗ trefflicherer Haltung finden. Jedermann mußte ſeine geſchmeidige und kräftige, wohlproportionirte und dabei martialiſch abgehärtete Geſtalt bewundern.

Er ſtand eben zur Häͤlfte abgewandt, ſo daß blos

ſein Profil in's Auge fiel. Die Stirne war breit und hoch: Kraft und Muth, Urtheil und Entſchloſſen⸗ heit ſchienen ſich darin eine eigene Wohnſtätte berei⸗ tet zu haben. Die etwas gebogene Naſe, das ein wenig vorſtehende Kinn und die ſchwellenden Lippen verkündeten Stolz und befehlende Würde, Selbſtſtän⸗ digkeit und Lebensfriſche. Die Völker haben ihre Günſtlinge wie die Höfe. Graf Hard erfreute ſich der Gunſt beider Theile. Ein mannhaftes Weſen, gepaart mit Ritterlichkeit, Tapferkeit, gewinnt leicht die ſchönſte Tochter unſeres Herzens, die Begeiſterung.

Als das Geſpräch zu Ende war und die Gruppe dem König nachfolgte, ſah Daniel, wie der Unbe⸗ kannte auf den Grafen zueilte.