Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1856)
Entstehung
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gegrüßt. Und der Glückliche hatte ihn auf die Seite geworfen, um ſelbſt voranzukommen.

Zwiſchen Neid und Haß getheilt, betrachtete er den Mann.

In ſeinem Geſicht lag ſo viel ruhiger Ernſt, ſo viel Redlichkeit und Beſonnenheit, daß es ſogleich einnahm. Ueber den Brauen fand ſich ein Zug von Strenge vor, aber aus den Augen ſtrahlte Verſtand und Milde. Die bleichen Züge belebten ſich beim Anblick der Blondine. Auf den Lippen, die gut⸗ müthig lächelten, ruhte ein ſanftes Wohlgefallen.

So unangenehm der Eindruck war, welchen der Mann auf Daniel machte, ſo angenehm war doch ſeine ganze Erſcheinung in Wirklichkeit.

Prunkloſe Einfachheit und Aufrichtigkeit ſchienen bei ihm die Hauptzüge zu bilden.

Man ſah deutlich, daß ſein Herz voll Zuverſicht und Muth, daß ſein Arm ſtark war.

Der König war mit dem bunten Gewimmel ſei⸗ ner Umgebung bereits im Schloß angekommen.

Zwiſchen dem Fremden und der Blondine wurde noch ein Blick gewechſelt; dann verſchwand ſie, halb erröthend, halb lächelnd, in der Suite.

Der unbekannte blaſſe Mann blieb ſtehen. Seine Blicke ſchienen ſie nicht loslaſſen zu wollen: ſie folg⸗ ten ihr mit einer Unruhe und Sehnſucht, wie nur die wärmſte Liebe ſie einzugeben vermag.

Um Alles in der Welt hätte Daniel ihn nicht aus den Augen verlieren mögen, ohne erfahren zu haben, wer er war.

Unten am Ufer blieben Einige von der Suite des Königs, in einem Geſpräch begriffen, noch ſtehen.