Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1856)
Entstehung
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ſich ſelbſt erhalten. Ein mannhaftes Gefühl hatte ihn ergriffen. Er hatte gleichſam einen ſichereren Standpunct auf Erden, als er bisher beſeſſen hatte.

Daniel konnte ſeine Augen nicht losreißen von dem blonden, ſchönen Weſen, das ihn ſo ausſchließ⸗ lich beherrſchte. Keine ihrer Bewegungen entging ihm. Jeden Blick, den ſie um ſich warf, fing er auf und bewahrte ihn in ſeiner Seele.

In dieſem Augenblick kam ſie an ihm vorbei, ſie wandte ſich gegen ihn ſie grüßte grüßte mit einnehmender Verbindlichkeit.

Des Jünglings Blut wallte heftig. Seine Wan⸗ gen färbten ſich in hochrothem Purpur. Seiner ſelbſt nicht mehr mächtig, würde er ſich vielleicht ihr zu Füßen geworfen haben, wenn nicht in demſelben Augenblick von hinten eine rauhe Fauſt ihn ſo heftig in die Seite geſtoßen hätte, daß er auf die Naſe fiel.

Daniel ärgerte ſich mehr über das Lächerliche ſeiner Stellung, als über den Schlag. Rachſucht, ein ihm bis jetzt unbekanntes Gefühl, erwachte auf einmal zu voller Kraft in iim.

Als er wieder auf ſeinen Beinen ſtand, ballten ſich ſeine Hände unwiderſtehlich, und er ſchickte ſich an, ſeinen Beleidiger zu züchtigen. Aber ſeine Arme ſanken wieder auf die Seite. Sie die Blondine warf ja eben jetzt einen Blick voll der ſchönſten Herzensunſchuld aber auf wen?... Dieſer Blick galt nicht ihm...

Er galt dem Manne, der ihn ſo eben niederge⸗ worfen hatte.

Daniel raste und fühlte ſich zugleich geſchlagen. Dieſen Mann alſo hatte ſie über ſeine Schulter weg