Teil eines Werkes 
1. bis 4. Bändchen (1856)
Entstehung
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Der Mälar war an dieſem Tag ſpiegelklar: kein Wind kräuſelte ſeine Fläche, nur die Ruder durch⸗ ſchnitten in gleichem Takt die blaue Woge. An mehreren Stellen hatten die Ruderer ausruhen dür⸗ fen, bald im tiefen Schatten eines hohen Holms, bald zwiſchen vorſpringenden Landſpitzen, die mit dunkeln Fichten und hohen Tannen gekrönt waren. Die Muſik hatte hier aufgeſpielt, das Echo hatte den Tönen aus tauſend Klüften geantwortet, und die Zuhörer hatten den letzten Seufzer der erſterben⸗ den Accorde in ihrer eigenen Bruſt genoſſen.

Belebt von der friſchen Seeluft, kam die Geſell⸗ ſchaft an's Land zurück. Die Muſik verſtummte jedoch nicht mit dem letzten Ruderſchlag.

Der König war der Erſte, der auf das Quai ſtieg.

Einige Monate vorher hatte er ſein ſechsund⸗ vierzigſtes Jahr angetreten.

Nach dem damaligen Geſellſchaftsvertrag hätte kein paſſenderer König auf Schwedens Thron ſitzen können.

Er hegte reine Wünſche für des Vaterlandes Wohl; Macht beſaß er nicht.

Seine Handlungen trugen mehr das Gepräge eines guten Herzens, als eines ſcharfen Verſtandes.

Als König zwiſchen die erweiterte Macht des Rathes und das ehrſüchtige Genie ſeiner Gemahlin geſtellt, mußte er ſeinen eigenen Purpur erblaſſen ſehen.