21 war, ſo haſtig verließ er ihn jetzt, denn er ſehnte ſich, ſeine Schweſter zu treffen und ihr das Vorge⸗ fallene erzählen zu dürfen.
Gleichwohl beſchäftigten ihn einige unklare Ge⸗ danken, während er vorwärts eilte.
„Dieſe Dame hat mich ermahnt, Etwas zu wer⸗ den. Sie hat Recht, ich muß Etwas werden. Aber was?“
Er erinnerte ſich dabei der zwei Soldaten, die ihm an der Schloßarcade mit ihren Kolben den Weg verſperrten.
„Soldat?“ wiederholte er.„Warum nicht? Man iſt da doch Etwas. Auch iſt es leicht, Soldat zu werden. Ich habe bereits Anerbietungen erhalten. Habe ich einmal die Uniform an, ſo kann ich mich dieſer Dame zeigen, die mir weiterzuhelfen verſpro⸗ chen hat.“
Hier hielt er jedoch auf einmal inne in ſeinen Betrachtungen.
„Aber, mein Gott,“ murmelte er halblaut,„ich weiß ja nicht, wer ſie iſt.“
Einen Augenblick verdüſterten ſich ſeine Gedan⸗ ken über dieſe Ungewißheit, und er kam ſogar auf die Idee, zurückzukehren und zu fragen, wer ſie ſei.
„Aber im nächſten Augenblick ſetzte er ſeinen Weg
fort, und der kühne, entſchloſſene Ausdruck in ſeinem Gang und Geſicht kehrte wieder.
„Ich will ein Soldat werden,“ beſchloß er jetzt. „Ein braver Soldat,“ fügte er hinzu,„bringt ſich immer fort.“
Er erwartete ſeine Schweſter da zu treffen, wo


