„Ich ſtand unten, Mama,“ antwortete er,„und
rief um Hilfe.“
„Wollteſt Du nicht mit Guſtav um den Apfel wetteifern?“
„Das wollte ich nicht, Mama; aber nachdem Guſtav ihn bekommen hatte, glaubte ich mit ihm theilen zu dürfen.“
Daniel war an der Biegung des Weges ſtehen geblieben und konnte ſich's nicht verſagen, durch die Hecke hindurch zurückzublicken.
Das ſchwarze Geſicht des Negerjungen grinste boshaft.
„Ich will ſagen, was Karl dachte,“ bemerkte er, indem er ſeine Geſichtszüge noch ärger verzerrte.
„Nun, was dachte er denn?“
„Er dachte, wenn Guſtav in den Kanal gefallen und umgekommen wäre, ſo hätte er den Apfel ge⸗ erbt.“
„Pfui, Badin, pfui!“
Daniel hatte eine Handlung verrichtet, die ihm einen höchſt ungewöhnlichen Beifall erworben. Ohne die beſondere Bedeutung der Handlung und des Beifalls unterſcheiden zu können, hoben ihn doch beide in ſeinen eigenen Augen.
Nach dem kalten Bad fühlte er ſich etwas er⸗ ſchöpft; aber er war noch in den Jahren und bei dem Humor, wo man ſolche Kleinigkeiten nicht an⸗ ſchlägt. Er ſchüttelte ſich blos wie ein Hund, der aus dem See kommt; damit war ſeine Toilette ge⸗ macht.
So langſam er vorher durch den Park gewandelt
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