„Mein Name iſt Schedvin,“ antwortete er,„Da⸗ niel Schedvin.“
„Was iſt Dein Vater?“
„Er iſt todt.“
„Und er war?“
„Ein herabgekommener, armer Handwerker.“
„Dann biſt Du wohl auch Handwerker?“
„Ich? Nein.. ich bin,“ fügte er mit geſenkter Stimme hinzu,„Nichts.“
„Was gedenkſt Du aber zu werden?“
„Ich weiß nicht. Als mein Vater ſtarb, war ich in der oberſten Claſſe in der Jacobsſchule. Seit⸗ dem...
„Seitdem?“
„Seitdem... habe ich Nichts gethan.“
„Das iſt gefährlich, mein Freund, in Deinen Jahren. Beſinne Dich jetzt, was Du werden willſt, und komm dann zu mir, ſo werde ich Dir zu helfen ſuchen. Deine Mutter lebt wohl noch?“
r „Jd.
„Nimm dies hier,“ ſie drückte ihm eine Börſe
in die Hand,„und bring's Deiner Mutter. Im Uebrigen erinnere Dich wohl, was ich Dir geſagt habe.“
Sie gab ihm hierauf einen Wink, und er begriff daß er abziehen ſolle. Aber er blieb ſtehen. Die Börſe brannte in ſeiner Hand. Er hatte noch nie⸗ mals eine Gabe empfangen. Er ſchämte ſich und wußte nicht, ob er ſie behalten ſollte oder nicht. Die Dame ſchien ihn zu verſtehen. Ein anmuthsvolles Lächeln flog über ihr Geſicht.
„Du haſt mir einen großen Dienſt erwieſen,“
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