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eine ſolche zu ſchaffen; aber ſie erklärte, daß ſie eben ſo gerne zu Fuß gehe.
„So laß uns den vortheilhaften Wind benützen,“ ſagte Pierrot, der jetzt eine weite Jacke angezogen hatte, „aber wohin ſteuern wir?“
„Wohin? Ja Sie haben Recht, wohin?“
„Du mußt mir einige Merkzeichen angeben, ſonſt weiß ich nicht, ob ich nach der Windſeite oder ſeewärts gehen ſoll.“
Anna blieb ſtehen und ſah ſich verwirrt um.
„Wohin wir geben ſollen?“ wiederholte ſie.„Es iſt wahr, ich habe keine Heimath, o mein Gott, keine Heimath.“
„Gar keine Kabuſe?“
„Ich habe eine Heimath gehabt, aber dahin kehre ich nicht zurück. Haben Sie gehört, wie man mich deß⸗ halb höhnte? Nein, ach nein, dahin kehre ich nie zurück, und ich habe Niemand auf Erden, der ſich um mich be⸗ kümmert.“
„Wie? aber wohin willſt Du denn, daß ich Dich führen ſoll?“
„Sie ſollen mich hier laſſen.“
„Hier?“
„Man ſagte ja da droben, daß ich eine Gaſſendirne ſei; laſſen Sie mich alſo auf der Gaſſe.“
„Die Schurken... ſie ſagten es... und wenn ich Dich nicht hätte ſtützen müſſen, ſo würde ich ihnen allzuſammen das Fell ausgeklopft haben. Eine Gaſſen⸗ dirne? Als ob es nicht auch Gaſſenherren gäbe. Sind dieſe Kerls da etwas beſſer? Gehauen iſt wie geſtochen, ſollte ich meinen. Zum Teufel, ſolche Unterſchiede be⸗ greife ich nicht. Was kann man von einem Mädchen verlangen? daß ſie ſchön und artig ſei, das iſt Alles. Die Schurken ſagten wirklich, Du ſeieſt eine Gaſſendirue ... die gemeinen Kanaillen! Erwiſche ich einen ſolchen Schreier, ſo will ich ihm eines auf den Pelz geben, das


