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Aber in demſelben Augenblick fiel ihre Maske und die ſchwarze Charlotte ſtand vor ihm.
Wie vom Blitz getroffen, blieb er auf einmal ſtehen und ſeine Augen ſenkten ſich.
Die ſchwarze Charlotte bewegte ſich nicht vom Fleck, ſie folgte blos mit ruhiger Kälte allen Bewegungen Gour⸗ villes.
Aber Gabriele war wieder zu ſich gekommen, ſie hatte bereits geahnt, daß Gourville ihr Sohn ſei, jetzt hörte ſie es und ſie bedurfte keiner weitern Beſtätigung. Sie ſprang daher auf, das Mutterherz gebot ihr, den Sohn zu vertheidigen.
„Es iſt wahr,“ ſagte ſie,„darf nicht ein Sohn ſeine Mutter treffen?“
Und ſie breitete ihre Arme aus, um ihn an ihr Herz zu ſchließen.
Gourville wandte ſich gegen ſie..
„Verzeih Deiner Mutter,“ bat ſie, noch immer ihren Buſen ihm entgegenhaltend.
Der mächtige Eindruck des Augenblicks hatte Gour⸗ ville beſiegt und er wollte an ihre Bruſt fallen.
„Zurück!“ rief die. ſchwarze Charlotte,„zurück!“
Ihre Stimme war hart und kalt. Sie ſelbſt glich, während ſie unbeweglich auf ihrem Platz ſtehen blieb⸗ einem drohenden und rächenden finſteren Geiſt. Die ein⸗ zige Bewegung, die ſie machte, beſtand darin, daß ſie ihre Hand zwiſchen Gourville und Gabriele ſtreckte, als wollte ſie ihnen verbieten, einander näher zu treten.
„Sie haben ihn als Ihren Sohn erkannt,“ fügte ſie dann hinzu.„Erfahren Sie jetzt auch, wer er iſt. Wache!“ rief ſie.
Einige maskirte Polizeidiener traten vor.
„Ergreift den Chevalier Gourville,“ befahl ſie,„er iſt Dahls Mörder.“
Alle ſtanden verblüfft da. „Fort mit dieſem Blumengeſtell!“ ſprach Charlotte


