Teil eines Werkes 
17. bis 21. Bändchen (1852)
Entstehung
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ſie fand ſich auf eine Art zurechtgewieſen, welche ſie ihre Niederlage recht ſchmerzlich empfinden ließ.

Kellner drückte zärtlich Mathildens Hand. Sie hatte eine Unwahrheit geſagt, aber ſie hatte dieß ihrem Vater zu Liebe gethan und hatte dadurch ſeine Ehre gyrettet.

Verliere den Muth nicht, Michelſen, flüſterte ihr Charlotte zu,ich werde uns beide rächen.

Mathildenus Auftreten hatte Jedermann zu ihrem Vortheil eingenommen, und man achtete auch Kellner.

Die Muſik fuhr fort. Der Fackelzug wollte unter Scherz und fröhlichem Lärm ſich weiter bewegen.

Halt! rief jetzt der andere Blaumantel,wir haben noch ein Gemälde.

Bei der Maſſe hatte ſich der Eindruck der erſten Scene bereits verwiſcht. Lachend und neugierig drängten ſich die Masken voran, um zu ſehen, welche ſchöne Rari⸗ tät ihnen jetzt entgegen treten würde.

Auch hier iſt Liebe! fuhr ſie fort;auch hier ſeufzt man. Auch hier klopfen zwei Herzen für einander.

Gourville hatte nicht geahnt, daß auch er der Ge⸗ genſtand einer beleidigenden Aufdeckung werden ſollte; aber kühn und entſchloſſen von Natur, trat er dem Hohn mit unerſchrockener Miene entgegen, und in ſeinem Ver⸗ druß würde er ſich unter die Ballgäſte geworfen und ſie hinweggejagt haben, hätte er nicht in dieſem Augenblick geſehen, wie Gabriele wankte und nahe daran war, nieder⸗ zuſinken. Er ließ daher den bereits erhobenen Arm wie⸗ der fallen und wollte ſie um den Leib faſſen.

Drück dieſes Frauenzimmer da nicht ſo in Deine Ae bemerkte der Blaumantel;Du entehrſt ſie, denn ſee iſt...

Gourville ſprühte Flammeun.

Sie iſt.. Deine Mutter.

Gourville ſetzte Gabriele auf den Sopha nieder und ſtürzte auf die blaue Maske zu.

Wahnſinnige! rief er.

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