Teil eines Werkes 
17. bis 21. Bändchen (1852)
Entstehung
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ſeihaft von meiner Geburt und Zukunft ſprach, obſchon ich natürlich nicht begreifen konnte, was ſie damit meinte.

Ich hatte ihr Gerede als einen Beweis von Liebe zu mir angeſehen und ich bin auch überzeugt, daß ich mich hierin nicht tänſchte.

Charlotte hing unermüdlich an meinem Arm, wäh⸗ rend ich mich meiner Mutter anvertraute. Die Strafe, die unſer guter Nachbar mir auferlegt hatte, ging ihr tief zu Herzen. Thränen ſtanden in ihren Augen und ſie blickte mir ſo treu und vertrauensvoll ins Geſicht.

Ich bin überzeugt, dieß war das erſte Mal, daß meine Mutter auf die Neigung achtete, welche das ein⸗ nehmende Mädchen an mich kettete.

Charlotte, ſagte ſie jetzt,Du benimmſt Dich ge⸗ rade, wie wenn Du in Erich verliebt wäreſt. geefCharlotte antwortete nichts, aber ihre Thränen floſſen..

Die alte Fran beſaß keine Menſchenkenntniß. Da wir noch ſo klein waren, ſo brauchte ſie nichts zu fürch⸗ ten. Jetzt weckte ſie uns aus unſerm Traum. Ich verbiete euch, einander zu lieben, ermahnte ſie weiter,und Du mußt Dich für zu gut halten, Erich, um Charlotte zu lieben; Du verſtehſt es freilich jetzt nicht, aber Du wirſt es mit der Zeit ſchon erfahren... Du darfſt deßhalb kein Unglück über mein Haus bringen, V

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das ſage ich Dir.

Jemehr unſere Mutter ſchwatzte, um ſo mehr lieb⸗ ten Charlotte und ich einander, und wie dieß nun auch war, obſchon die Alte uns manchmal auszankte, ſo ſchien es uns doch immer, als ob ſie im Ernſt gegen unſre Liebe nichts einzuwenden hätte.

So machten wir ſchon damals in unſern Spielen den Papa und die Mama.

Am Abend vor ihrer zweiten Vermählung bat mich meine Mutter um ein Geſpräch unter vier Augen.