„Denken Sie ſich ſo Ihre Mutter! Denken Sie ſich
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4 d dieſelbe am Rand der Verzweiflung, verloren, wenn ſie 1 ſpricht, verloren, wenn ſie ſchweigt. Wenn ſie dann ihr F dind einem Andern überließ, was will das heißen? 6 Ach, Chevalier, Sie müſſen ihr verzeihen, und Ihren d neuen Weg mit Liebe betreten. Die Liebe eines Kindes TW
ſind nicht ſtark genug Rauſch der Verlockungen
fordern Sie das von einem ſchwachen Weibe? Glauben
Sie nicht, daß ſie durch reits geſtraft genug ſei? riſche Mann wird nicht
Gleichen geſtraft, wohl aber ſie; und was war noch in der Stunde vor ihrem Fall? N. ſeiner Leidenſchaften. Ich vertheidige den L
aber ich will das Gefühl
vertheidigen. Hören Sie mich, Chevalier. Kann man nicht lieben, und dennoch ein tugendhaftes Weib ſein? Weiß die Liebe von andern Geſetzen, die das Herz vorſchreibt? Hängen wir
in unſerer Liebe von etw Hängen wir nicht von äu dieſe wohl unſern Kräften,
zu ſeiner Mutter iſt nächſt der Liebe der Mutter für ihr t Kind die ſchönſte von allen Arten der Liebe. Sie ſelbſt
geweſen, um dem Zauber und d widerſtehen zu können; warum
die Folgen ihrer Verirrung be⸗ Der zugleich mit ihr verbreche⸗ durch die Verachtung von ſeines ſie doch ur ein Opfer eichtſinn nicht, vertheidigen, ich will die Liebe
als denjenigen, nicht gleichwohl as Anderem, als von ihm ab? ßeren Vorſchriften ab, und ſind den Bedingungen unſers Glücks,
dem Maße unſerer Gefühle angemeſſen? Weit entfernt. Der Mann iſt der ſtärkere, und mit einem Lächeln auf ſeinen Lippen thut er Alles, wozu er Luſt hat; das Weib
dagegen iſt der ſchwächere
Theil, und von ihr fordert
man gleichwohl, daß ſie mit überlegener Kraft ihre Nei⸗ f gungen ſoll beherrſchen können. Für uns iſt das häus⸗
liche Glück in der That ſelbſt die
Seligkeit des Herzens,
die Befriedigung unſers Gefühls iſt die Freude unſers Lebens, und gleichwohl fordert man, daß wir dieſe in
unſere Natur niedergelegte Man verbietet uns, die
Beſtimmung vergeſſen ſollen. Hausgötter unſers Herzens zu ½


