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terliche Pflege genoſſen... was ſagen Sie ſelbſt... bin ich denn ſo kalt, bin ich ſo hart, bin ich ſo granſam von Natur, daß die ſchönſte Stimme der Natur meine Neigungen nicht beherrſcht haben würde? Durchgehen Sie mein Leben, unterſuchen Sie es, Madame, und Sie werden Keime von etwas Beſſerem entdecken, obſchon das Unkraut kam und ſie erſtickte, weil keine zärtliche Hand das Feld reinigte. Was glauben Sie ſelbſt? Keine Mutter kann ſich ein herrlicheres Denkmal im Leben er⸗ richten, als in ihren Kindern, vorausgeſetzt, daß dieſelben ſie dafür ſegnen können, daß ſie ihnen ihre Pflege ge⸗ widmet und ſie dadurch zu einem Segen für andere
gemacht hat. Was bin dagegen ich für meine Mutter? Ein Fluch auf ihrem Grab.“
Dieſer Gegenſtand regte Gourville immer auf und
er ſprach mit einem vulkaniſchen Feuer, das gleich dem Lavaſtrom alles andere mit ſich riß.
Als er an die letzten Worte kam, ergriff Gabriele mit nervöſer Heftigkeit ſeinen Arm.
„Fluchen Sie ihr nicht,“ flüſterte ſie.„Ums Him⸗ melswillen thun Sie das nicht.“
Seine Worte klangen in ih ſie gegen ſie ſelbſt gerichtet.
„Warum nicht?“ fragte er,„warum nicht? Sie können ihr Benehmen nicht gut heißen. Sie ſind ſelbſt zu milde und zärtlich, um es zu thun.“ 4
Gabriele dachte an den Sohn, dem auch ſie das Leben gegeben... wo befand er ſich?... wurde ſie vielleicht auch von ihm verflucht?
„Seien Sie barmherzig,“ hat ſie,„ſtill, ſtill Wiſſen Sie auch, ob Ihre Mutter nicht unſchuldig ſein kann?
Was wiſſen Sie von Ihrer Mutter? Erzählen Sie mirs.“
ren Ohren, als wären
In ſeiner aufbrauſenden Heftigkeit hatte Gourville die Maske abgenommen und ſein männlich ſchönes, blei⸗ ches Geſicht zeigte einen höchſt impoſanten Ernſt.


