Teil eines Werkes 
17. bis 21. Bändchen (1852)
Entstehung
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bisher geweſen bin. Meine Seele brennt vor Ungeduld, den Gang der Ereigniſſe zu beſchleunigen. So Gott will, werde ich bald eine Aufmerkſamkeit erregen, welche der Welt beweiſen ſoll, daß, wenn meine Jugend anders geweſen wäre, dann auch ich...

Gabriele hatte kaum ſeine Worte anhören können, ſo ſehr beſchäftigte ſie ein einziger Gedanke, nur ein ein⸗ ziger, nämlich ſein Verhältniß zu Charlotte.

Sie werfen ſich, bemerkte ſie,auf einen andern Gegenſtand, um meine Fragen nicht beantworten zu müſſen. Sagen Sie mir doch, Chevalier, wie ſoll ich Ihre Liebe erklären... Sie war ja Ihrer Schweſter gewidmet?

Ach ich verſtehe! Es iſt wahr, ich habe Ihnen wirklich geſagt, daß Charlotte meine Schweſter geweſen ſei... ja, ja... ich war auch von Kindheit auf ge⸗ wöhnt, ſie ſo zu nennen, wenn ich von ihr ſprach... aber ſie war es nicht... nein, nein... ſie war es nie... meine Mutter war blos meine Pflegemutter und ich war blos der Pflegebruder meiner Geſchwiſter. Die⸗ ſes Verhältniß iſt es auch, dem ich die Hauptſchuld an der Richtung gebe, die mein Leben empfangen hat, und wenn ich mich recht erinnere, ſo meine ich, Ihnen ſchon früher davon erzählt zu haben. Ja, ja, ich habe es gethan, ich bin es überzeugt, weil ich juſt von dem Ver⸗ werfungsurtheil, das meine Eltern von meinen zarteſten Jahren an über meinem Haupt laſten ließen, mein Ver⸗ derben ableite. Meinem Vater will ich verzeihen, weil der Mann gewöhnlich kälter und härter iſt... aber meine Mutter, ſie, die mich unter ihrem Herzen getragen hat... ach, ihr kann ich die unnatürliche Kälte nicht verzeihen, womit ſie ihr eigenes Kind verſtieß. Hätte ſie, ſelbſt in Elend und Armuth verſetzt, außer Stands, für mich zu ſorgen, mich getödtet, beim Himmel, ich würde ſie nicht darum tadeln; aber mich zu verſtoßen, mich zu vergeſſen.... o mein Gott.... jedes Herz muß dieß verurtheilen. Hätte ich, wie Andere, eine müt⸗