Teil eines Werkes 
17. bis 21. Bändchen (1852)
Entstehung
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„Ich kann keine Aufſchlüſſe über ſie geben... nach bi⸗ dem Tode ihres Mannes verſchwand ſie, ſo daß ſelbſt de ihre Kinder nicht wußten, wo ſie ſich aufhielt.“ wi

„Und dieſe Kinder... Ihre Geſchwiſter?“ de

„Nach einigen Jahren folgten Sie meinem Beiſpiel ge und entflohen von Haus, ſowie auch von der katholiſchen Schule. Mein Bruder wurde ein fanatiſcher Leſerprieſter ſo und Charlotte... aber wir fanden einander nach mei⸗ 3i ner Rückkehr aus Frankreich wieder, und ihre Liebe war G

unverändert geblieben.“ 6

Gabriele ſchwieg eine Weile. Ihre Bruſt hob ſich heftig. Es war klar, daß ſie an etwas dachte, was ſie 1 beunruhigte. 1

„Sie kennen mich jetzt, Frau Kellner,“ bemerkte 1 Gourville;„welches Urtheil fällen Sie über mich?“

„Aber dieſe Liebe... dieſe Liebe zu Ihrer Schwe⸗ 3 ſter,“ fiel Gabriele ein,„Sie ſcheinen beinah darüber 1 hinweggehen zu wollen, Chevalier.“

„Sie ging in eine Leidenſchaft über, die uns gleicher Zeit unendlich glücklich und machte. Erlanben Sie mir, einen Sch len zu laſſen.“

Gabriele ſenkte ihr Haupt, aber ihre Bruſt hob ſich in immer höheren Wogen.

„Sie wollen Ihr Urtheil über mich nicht ausſpre⸗ chen,“ begann Gourville wieder. Ich geſtehe, daß meine Laufbahn abſcheulich iſt, aber Verſchiedenes fällt dennoch Andern zur Laſt. Ach Madame, Sie wiſſen, daß es mir unendlich lieb wäre, wenn Sie mich nicht gänzlich ver⸗ dammten. Ich betrachte Sie als mein Gewiſſ

ſen. Haben Sie Schonung mit mir. Seit dem unglücklichen Ereig⸗

niſſe vor dem Theater habe ich ſelbſt nicht ohne Vor⸗ würfe mein Leben überblickt und ich hege keinen ſehnli⸗ cheren Wunſch, als durch eine große und in das Leben der Geſellſchaft tief eingreifende Handlung beweiſen zu können, daß ich zu etwas Anderem tange, als was ich*

zu höchſt unglücklich leier darüber fal⸗

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