Waldhahnenſuß war ſo erſchüttert, daß ſie nichts
überlegte, ſondern blindlings that, um was man ſie bat.
Die ſchwarze Charlotte führte ſie in das ſchwach beleuchtete Zimmer, und veranlaßte ſie, in der zweiten, noch nicht beſetzten Laube ihren Platz zu nehmen.
Gabriele und Gourville ſaßen in der erſten.
Waldhahnenfuß ſank ermattet auf den Sofa, und der Domino ſetzte ſich neben ſie. Charlotte kehrte dann ſogleich zu Michelſen zurück, die im Fackelzug geblie⸗ ben war.
Als Waldhahnenfuß den Tempel verließ, hatten Paul und Roman gehofft, Alles würde jetzt nach ihrer Berechnung gehen, aber die Königin der wilden Jagd ſollte ihnen aus Unbeſonnenheit einen Spuck ſpielen, den ſie nicht vorgeſehen hatten.
Dem Blumentempel fehlte ſeine Flora, und der Feſt⸗ ordner, welcher fürchtete, die Blumenvertheilung möchte unterbrochen werden, eilte daher vor, und bat Anna, deren Jagdaufzug nicht minder elegant, als für die Ge⸗ legenheit paſſend war, den erledigten Platz einzunehmen.
Anna hatte die Abſicht gehabt, Mathilde zu folgen, glaubte nun aber, das Anerbieten nicht ablehnen zu dürfen. Sie nahm daher den Platz der Göttin ein.
Mathildens Flucht, Annas Auftreten und die Ver⸗ legenheit des Feſtordners beluſtigten das Publikum un⸗ gemein. Nachdem das Unweſen einmal im Gange war, hörte es nicht mehr auf.
„Die Maske herab,“ rief man jetzt mit beinahe noch größerer Heftigkeit, als vorher, die Maske herab!“
Auch Anna erſchrack über die ſtürmiſche Aufforderung. Nichts deſtoweniger theilte ſie einige Bonquette aus⸗
Ob Anna fortwährend die Rolle Floras ſpielte, oder nicht, das galt Charlotte und Michelſen ganz gleich, nachdem ſie jetzt Waldhahnenfuß auf dem Platz wußten, den ſie wünſchten; aber für Panls und Romans Gegen⸗ intrigne war dieß nicht ſo, weil Anna es über ſich ge⸗


