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Aber ſo glänzend der Tempel ſelbſt war, ſo war er gleichwohl nicht dasjenige, was am meiſten bezauberte.
Auf einer Erhöhung mitten im Tempel ſtand ein weiß gekleidetes Mädchen, Flora vorſtellend. Es war niemand anders, als Waldhahnenfuß, auf deren Locken⸗ kopf man einen Kranz befeſtigt hatte, während um ihren Leib eine Blumenguirlande ſich ſchlang. Ihre ſchlanke, feine Geſtalt war unendlich anmuthsvoll, und das Kind⸗ liche in ihrem Anzug erhöhte auf einnehmende Weiſe die Grazie in ihren Bewegungen.
Aber neidiſch bedeckte die Maske ihr Geſicht, und verſagte den Zuſchauern das Vergnügen, den Anblick ihrer ganzen Erſcheinung zu genießen. Die allgemeine Bewunderung drückte ſich daher eine Weile nur in allge⸗ meinem Schweigen aus, während indeß die Muſik fort⸗ fuhr und Flora Blumen auszutheilen begann.
Aber im nächſten Augenblick wurde das durch eine Stimme unterbrochen, welche bat, daß Flora ſich demaskiren möchte. Alle ſchienen denſelben Wunſch gehabt zu haben, obſchon Niemand zuerſt ihn ausſprechen wollte, aber nachdem er einmal geäußert war, ſtimmten die Anweſenden Alle darin ein, und je länger Flora zögerte, dem allgemeinen Verlangen nachzukommen, um
Schweigen
ſo hartnäckiger wurde man.
Der Feſtordner, dem Mathildens zierlicher Aufzug in die Augen gefallen war, hatte ſie, wiewohl nicht ohne viel Schwierigkeiten, beredet, die Stelle Floras zu über⸗ nehmen, und ſie ging darauf ein unter der Bedingung, daß ihre Geſellſchafterin, die Königin der wilden Jagd, bei ihr bleiben dürfe. Anna in ihrem Jagdkleid ſtand auch wirklich an ihrer Seite, und reichte ihr die Bonquette, die ſie austheilen ſollte.
Aber wie erſchrack nicht die ſchüchterne, ängſtliche Mathilde, die überdieß nur zu gut wußte, daß ſie ohne Erlaubniß auf den Ball gekommen war, als man laut zu verlangen anfing, ſie ſolle ſich demaskiren. Sie hoffte
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