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Sicherheit ein Geheimniß kennſt, das ſie ſelbſt nicht ein⸗ geſtanden haben ²“ 3
„Wie es möglich iſt? Habe ich Dir nicht geſagt, daß die Papiere, die Paul Kellner beſitzt, nebſt meiner eigenen Kenntniß von der Sache mir den Weg dentlich vorgezeichnet haben? Meine Mutter hat mich in meinen Anſichten beſtärkt.“
„Martha?“
„Ja gewiß.“
„Ich fühle mich ſo unruhig.“
„Fürchte nichts. Folge mir nur.“
Beide nahmen darauf Platz im Fackelzug.
Ein Feſtmarſch wurde aufgeſpielt, der Zug ſetzte ſich in Bewegung. An der Spitze deſſelben marſchirte Pierrot unter lächerlichen, plumpen Verbeugungen. Hinter ihm kamen mit höchſt gravitätiſchem Ernſt der Bauer und die Bäuerin, Paar um Paar folgten hierauf alle übrigen Ballgäſte. Aus der Gallerie begab man ſich durch kleine Zimmer in den Theaterſaal. Den ganzen Abend hatte man da einen Blumentempel geſehen, wie⸗ wohl nicht beleuchtet; Viele hatten deßhalb vermuthet, die lebendigen Blumen würden dort ausgetheilt werden; aber der Tempel fand ſich jetzt nicht mehr da vor. Wäh⸗ rend der Pauſe, die bei der Anordnung des Fackelzugs eingetreten, war der Tempel wie durch einen Zauberſchlag in den großen Saal verſetzt worden. Prachtvoll breitete ſich hier ſeine Facade aus, auf Säulen ruhend, die aus den üppigſten, in bunten Farben reich ſchimmernden Blumen zuſammengeſetzt waren, beleuchtet von kugel⸗ artigen Lampen, die man hinter ihnen befeſtigt hatte, ſo daß das Feenartige in der Anordnung die Illuſion nur um ſo ſtärker machte.
Langſam ſchritt der Zug vorwärts. Beim Anblick des Tempels lief ein Beifallsgemurmel durch die dichten Maſſen der Masken.


