Teil eines Werkes 
17. bis 21. Bändchen (1852)
Entstehung
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„Endlich brach er in ein Lachen aus, und zu gleicher Zeit nahm er mich freundlich bei der Hand.

„Haſt Du den Muth verloren?“ fragte er.

„Ganz und gar nicht.“

„Du biſt zu großen Dingen geboren.“

„Woher wiſſen Sie das?“

„Aus Deinem Charakter, Deiner Klugheit und Dei⸗ nem Ausſehen. Dein Blick iſt kühn, Deine Stirne zeugt von Entſchloſſenheit, Dein Wuchs iſt feſt und ſtark.“

„Warum ſind Sie hieher gekommen?“ fragte ich.

„Weil ich ſehen wollte, wie Du Dich in dieſer Lage ausnimmſt, und weil ich die Abſicht habe, Dich aufzu⸗ muntern. Erſt heute habe ich aus den Zeitungen er⸗ fahren, daß Du feſtgenommen worden biſt; ſonſt wäre ich ſchon früher gekommen.“

„Während er ſprach, betrachtete er mich auf dieſelbe Art, wie etwa ein Botaniker eine Blume, oder ein Chirurg einen Cadaver betrachtet, wenn er durch neue Studien und Erfahrungen die Wiſſenſchaft zu bereichern hofft.“

„Du haſt Deine Bahn gewählt,“ ſagte er,„und gedenkſt alſo nicht zurückzutreten?“

„Ich bin,“ antwortete ich,„entſchloſſen, zu gehen, wohin die Umſtände mich führen. Ich habe keine andere Wahl.“

„Gut, mein Freund. Man muß nichts halb thun. Wenn Du einmal meiner Dienſte bedürfen ſollteſt, ſo vergiß mich nicht.“

„Es war, als ſei ein böſer Geiſt von mir gewichen, als er ſich entfernte.

„Sowohl in den Gefängniſſen, worin man mich während der Unterſuchung hielt, als auch auf Rindön, wohin ich durch gerichtlichen Spruch zum Sträflingscorps abgeführt wurde, erwarb ich mir neue Bekanntſchaften, und einen Einfluß, der mich unter dieſem Volk beinahe allmächtig machte.