Teil eines Werkes 
17. bis 21. Bändchen (1852)
Entstehung
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vor Mitternacht nach Hauſe, und dann ſind ſie gewöhnlich voll. Fluchen und Balgereien gehören übrigens hier zum Leben, und gleichſam zur Tagesordnung.

„Der Fuchs, den man in der Anſtalt wohl kannte, wurde freundſchaftlichſt aufgenommen, und ihm zu Liebe auch ich.

„Inzwiſchen kamen immer Mehrere herein. Einige, die ſich bereits vollgeſoffen hatten, ſtießen ſich unter den Pritſchen herum, Andere, die es noch nicht ſo weit ge⸗ bracht hatten, verlangten Getränke aus der Schenke.

„Man zündete ein Feuer an.

„Ich habe geſagt, daß es ein Samſtag Abend war, als wir den Ort beſuchten. Die Samſtage ſind ganz beſondere Jubeltage für die Bewohner allda.

„Während ihres vieljährigen Vagabundenlebens in der Hauptſtadt haben ſie ſich ſogenannte Kunden ver⸗ ſchafft, welche ſie an den Samſtagen beſuchen dürfen, und von denen ſie immer Etwas erhalten.

„Das Leben im Hauſe iſt nie ſo ſtürmiſch und wild, wie an dieſen Abenden. Punſch, Toddy und Bier iſt da immer im Ueberfluß vorhanden, bis man endlich, zu weiteren Thaten unfähig, auf dem Platze einſchläft.“

Aber auf einmal unterbrach Gourville ſeine Er⸗ zählung.

„Verzeihen Sie mir, Frau Kellner,“ ſagte er;„ſtatt meine Lebensereigniſſe zu erzählen, bin ich auf einen Abweg gerathen, und habe mich gar zu lange bei ge⸗ wiſſen Verhältniſſen in der Hauptſtadt aufgehalten. Nach⸗ dem ich Ihnen indeß ein Bild von ſolchen Orten entworfen habe, will ich Ihnen noch ſagen, daß dieſelben die Vor⸗ höfe waren, durch welche ich wanderte, bevor ich in alle Geheimniſſe des Vagabundenthums eingeweiht wurde. In wie weit Anſtalten gleich dieſen übrigens den Forderungen der Bildung entſprechen, womit unſere Zeit prahlt, oder in wie weit ſie von wahrer Wohlthätigkeit zeugen, und nicht vielmehr ſchädlich, als nützlich auf die Staaten ein⸗

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