Teil eines Werkes 
17. bis 21. Bändchen (1852)
Entstehung
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Ausſage. Die Hölle kann kein Neſt mit einem ſchreckliche⸗ ren Perſonal beſitzen. Ich empfand Eckel, aber ich legte mich. Einige aßen und tranken, während andere über Hunger und Durſt ſluchten; einige jammerten, von Krank⸗ heit gequält, andere ſchnarchten und wieder andere ſangen, ſchwatzten oder balgten ſich herum.

„Ich hatte an meiner Seite einen alten Mann mit einem aufgedunſenen Geſicht, unreinlich und zerlumpt. Eine alte Pferdedecke war das einzige Kleidungsſtück, das er beſaß, um ſeine Blöße zu decken.

„Ich wurde unwohl, als ich ihn betrachtete, und ich beklagie mich gegen den Fuchs.

„Du biſt noch ein Mutterſöhnchen,“ erklärte er, waber bleib nur noch eine Weile bei uns, ſo wirſt Du bald nicht mehr ſo zimperlich ſein.— Welche Nummer haſt Du im Aufzeichnungsbuch erhalten? Haſt Du da⸗ rauf Acht gegeben?“

„Nummer dreihundert.“

„Bemerkteſt Du nicht, daß in den Notizen vor den meiſten Namen ſteht: ohne Atteſte.“

„Allerdings.“

„Welche Schlüſſe kannſt Du wohl daraus ziehen?“

„Schluſſe?“

„Klingt das ſo wunderlich? Ich für meinen Theil ziehe folgende. Erſtens, daß ſich hier in gegenwärtiger Stunde nicht weniger als 300 Schelme befinden, verſteht ſich, uns beide eingerechnet. Zweitens, daß man uns hier auf unſer Wort, d. h ohne Atteſte glaubt, und das iſt doch ganz honett. Drittens, daß wir alle dieſe Be⸗ guemlichkeiten, die Du jetzt um Dich herum ſiehſt, umſonſt haben. Du biſt höchſt unbillig, wenn Du für ſo wenig etwas beſſeres verlangſt. Nimm deßhalb dankbar mit dem vorlieb, was uns beſchieden iſt, und laß uns jetzt ſchla⸗ fen.— Der Schlaf würzt das Leben— gute Nacht, Bruderherz. Ich ſchnarche bereits.“