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ſchen geſehen, wie hier. Nur die Noth konnte mich ver⸗ anlaſſen, in dieſes Neſt einzutreten.
„Der Fuchs lachte über meine Bedenklichkeiten.
„Hier zur Linken,“ ſagte er,„wohnen die Damen. Wollen wir hineingucken?⸗
„In dieſem Augenblick öffnete ſich die Thüre und ich ſah ein langes ſchmales Zimmer mit doppelten Prit⸗ ſchen, eine an der andern, voll mit Weibern von einem widrigen, eckelhaften Ausſehen.
Ich ſtand wie feſtgenagelt vor Uleberraſchung da. Was jedoch den unbehaglichſten Eindruck auf mich machte, das war der Anblick des einen oder andern jungen und friſchen Mädchengeſichtes, das mitten unter dieſer Menge von Weibern ſteckte, die größtentheils der tiefſten Ver⸗ dorbenheit anheimgefallen ſchienen. Aber ich hatte nicht lange Zeit, Betrachtungen anzuſtellen.
„Sind noch mehr da, die aufgezeichnet werden ſol⸗ len?“ rief eine grobe und ſcharfe Stimme.
„Der Fuchs nahm mich jetzt bei der Hand und führte mich ein.
„Ein qualmiger und ungeſunder Geruch kam mir bis an die Thüre entgegen. Man hatte zwar die unge⸗ ſunde Beſchaffenheit dieſes Dunſtes mit einem Wachholder⸗ rauch zu verwiſchen geſucht, aber der Qualm war da⸗
durch nur um ſo größer geworden. Der Saal war un⸗ geheuer lang, mit Pritſchen auf beiden Seiten und von einigen matten Nachtlampen erhellt. Seine zerlumpten Bewohner, deren Zahl ich im erſten Augenblick nicht be⸗ rechnen konnte, trieben ſich wie traurige und bleiche Ge⸗ ſpenſter um einander herum.
„Beim Anblick dieſes lebendigen Elends vermochte ich kaum weiter zu gehen, ſondeen faßte die nächſten Gegenſtände an, um mich zu ſtützen. Meine Hand glitt dabei aus, weil der Gegenſtand, den ich ergriffen hatte, ſchlüpfrig war, und ich ſiel beinahe um.
„Ich hatte einen alten Waſſerzuber berührt.


