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„Ich verſchaffe euch Rache und ihr helft mir zu dem
Gegenſtand meiner Liebe.“ „Ich ſchwöre Dirs.“
„Charlotte,“ begann der Leſerprieſter nach einer kurzen Pauſe, während welcher er zu überlegen ſchien, was bisher geſchehen war,„Du biſt alſo ernſtlich ent⸗ ſchloſſen, mir künftig zu folgen?“
„Ja.“
„Gut. Du ſollſt es nicht bereuen. Ich werde Dir eine Bahn eröffnen, die Dich in eine weit glücklichere Stellung führen ſoll, als der Löwe je vermocht hätte. Aber davon ſpäter. Für den Augenblick will ich Dir etwas entdecken, was Dich vielleicht noch mehr an mich ketten kann. Folge mir.“
Charlotte folgte.
Der Leſerprieſter gieng ihr voran die Treppe hinab. Unten angekommen, gingen ſie in einem dunkeln Corri⸗ dor weiter, bis ſie ans Ende kamen. Hier öffneten ſie eine Thüre.
„Wohin führſt Du mich?“ fragte Charlotte.
„Geh' leiſe und entdecke Dich nicht ſogleich,“ bat er.
Sie traten in ein kleines Zimmer, wo die Rollvor⸗ hänge herabgelaſſen waren. In einem Bett an der einen Wand lag eine kranke Perſon. An ihrer Seite ſaß eine
Krankenwärterin. Es herrſchte vollkommene Ruhe und Stille im Zimmer.
Ohne ein Wort zu ſprechen, ergriff der Leſerprieſter Charlottens Hand und führte ſie an das Krankenbett.
„Gehen Sie leiſe,“ bat die Wärterin,„die Kranke iſt ſo eben eingeſchlafen.


