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verkündigt... bereite Dich... der Augenblick der Geißel iſt gekommen... Du haſſeſt den Löwen?“
„Er ſtreitet für die Hölle mit verſchloſſenem Viſtr.“
„Du haſſeſt auch Kellner.“
„Er iſt das moderne Laſter. Er iſt das Verbrechen in Glacéhandſchuhen, der Sünder in ſeidenen Strümpfen und Schuhen. Ich bin geboren, alles Unreine zu haſſen.“
„Willſt Du wiſſen, wie wir ſie erreichen können? Sieh hier. Ich beſitze einige koſtbare Aktenſtücke... Da lies, lies ſelbſt.“
Und jetzt zog ſie die Papiere hervor, die ſie ſich bei dem erſten Beſuch, den ſie Panl machte, angeeignet hatte.
Der Leſerprieſter kam Charlottens Wunſch nach. Er las, nnd je weiter er kam, um ſo mehr intereſſirten ihn die Ereigniſſe, die ſich hier entwickelten.
„Aber mein Gott,“ fragte er,„wie gehört jedoch alles dieß hieher?“
„Lies weiter... lies nurx...“
Er las.
„Ich begreife gleichwohl noch nicht...“
„Das mag ſein. Auch ich verſtand im Aufang dieſe Papiere nicht recht. Aber ich las und las ſie wieder bei der flammenden Lampe der Eiferſucht, und endlich ver⸗ ſtand ich ſie. Hier iſt von zwei Kindern die Rede, welche... aber laß uns leiſe reden...“
Flüſternd ſetzten ſie das Geſpräch fort. Wir über⸗ gehen es hier und wollen nur erwähnen, daß des Leſer⸗ prieſters düſtere Miene immer noch drohender und trüber wurde, gleich als hätte ſich ein Ungewitter durch ſeine Seele gezogen.
Als Charlotte ihm ihren Plan anvertraut hatte, er⸗ griff er gewaltſam ihre Hand.
„Entſetzlich, Schweſter!“ rief er.„So werden die Verbrecher auf Erden beſtraft. Ich werde Dich in meine


