Teil eines Werkes 
17. bis 21. Bändchen (1852)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

31

Die politiſchen Anſichten, welche Brauner ſo mächtig ergriffen hatten, beſtärkten jetzt auch Paul in dieſem ſeinem Vorſatz.

Roman übernahm den Auftrag, die Unterhandlung mit Kellner zu eröffuen, und wir haben geſehen, wie es ihm gelang.

Nachdem er umſtändlich erzählt, wie er ſeinen Auf⸗ trag vollzogen habe, fügte er hinzu, daß nur noch Panls Unterſchrift erforderlich ſei.

Die Aktenſtücke lagen bereits auf ſeinem Schreibtiſch.

Paul ergriff die Feder.

„Nicht ſo eilig,“ bemerkte indeß Roman, der ſeine Abſicht ſah;„Du mußt ſie zuerſt prüfen und durchleſen.“

„Das iſt nicht nöthig,“ antwortete Paul,„mein Vertrauen zu Dir iſt unbegrenzt. Was Du gethan haſt, erkenne ich Alles an.“

Und Paul ſchrieb ſeinen Namen.

„Ihr habt meinen Wunſch, Grosſmeſtad zu kaufen, mißbilligt,“ ſagte er dann;„ihr habt ihn wenigſtens nicht gut geheißen. Höret jetzt meine Gründe. Ich habe euch geſagt, daß ich den Baron Krook retten wolle, und ich glaube es jetzt gethan zu haben. Aber ich habe auch andere Gründe gehabt. Auf Smeſtad wurde Lander ermordet; vielleicht iſt es der Wille der Vorſehung, daß die Geheimniſſe dieſer That dort auch entſchleiert werden ſollen. Wer weiß? Die Wege der Vorſehung ſind un⸗ erforſchlich, aber ſie führen zum Ziel. Ich will dieſes Gut als Eigenthum beſitzen, um ohne alle Hinderniſſe die nothwendigen Nachforſchungen anſtellen zu können. Aber noch eins. Obſchon mein Pflegevater mehr als

zwanzig Jahre in Amerika verlebte, ſo vergaß er doch ſein Vaterland Schweden nie; er ſelbſt wollte nicht da⸗ hin zurückkehren. Da, wo er das Grab ſeiner Gattin gebettet, wollte auch er ruhen. Aber ſeine ganze Thä⸗ tigkeit, alle ſeine Gedanken hatten nur einen einzigen Gegenſtand: das Land, an welches die Erinnerungen