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Der alte Kelluer ſchien noch munter und raſch: er vegetirte in der Freude über die Erfolge ſeines Sohnes. Wenn Abraham ſich hier einfand, ſchlich er mehr in den Zimmern herum, als daß er ging, und der Doktor drang nicht bis in das Schlafzimmer des Greiſes, ſondern war⸗ tete im Salon.
Mit Baron Krook ſchien es dagegen ſehr ſchlimm zu ſtehen. Wenn es darauf ankam, ſich vor Andern zu zeigen, ſo ſchien ſeine Geſundheit noch einigermaßen gut zu ſein; aber daheim, wo die Krämpfe ihr volles Recht ausübten, war er ſeiner ſelbſt nicht mächtig⸗ Auch hier ſchienen noch andere Bekümmerniſſe dazuzukommen. Paul hatte lange Mühe zu entdecken, worin ſie beſtanden, aber allmälich begann er es zu ahnen. Zu dieſen Be⸗ kümmerniſſen gehörte auch ein bei Baron Krook entſtan⸗
dener Zweifel an Kellners Solidität, und die Bezahlung
ſeines Kauſſchillings für Grosſmeſtad ſchien ihm keines⸗ wegs geſichert. Dieß gab auch Paul die erſte Veran⸗ laſſung zu dem Gedanken, ſeinem Vetter das Gut abzu⸗ kaufen, ein Gedanke, den er immer lieber gewann, je mehr er ſich damit beſchäftigte.
Er ſah zwar ein, daß Kellner auch hier ſehr ſchwer zu bewegen ſein würde; aber Paul beſaß zu viel jugend⸗ liche Energie, um ſich von einer Schwierigkeit beugen zu laſſen.
Er befahl daher Roman ſogleich, in Folge der Auf⸗ ſchlüſſe, die er von fremden Plätzen her über Kellners Angelegenheiten erhalten hatte, ſich von da einige Anwei⸗ ſungen auf Kellner zuſchicken zu laſſen. Es war durch⸗ aus nicht ſeine Abſicht, ſich derſelben zu Kellners Scha⸗ den zu bedienen oder ihn eigentlich bloszuſtellen, ſondern er wollte blos ein Werk der Gerechtigkeit verrichten, in⸗ dem er den alten Baron Krook von einem ſehr empfind⸗ lichen Verluſt, der ihm drohte, rettete und ſelbſt ſeine Kapitalien auf eine kluge und gemeinnützige Weiſe an⸗ legte.
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