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einen Advokaten zu ihm ſandte, mit dem Auftrag, auf friedlichem Privatweg das Erbe zurückzufordern, deſſen ſich Paul, wie er meinte, ungeſetzlicher Weiſe bemächtigt hatte. Paul legte inzwiſchen die teſtamentariſchen Ver⸗ ordnungen ſeines Pflegevaters vor, und dieſe wurden nicht blos vollkommen formrichtig befunden, ſondern waren auch bei den Behörden in Amerika ſowohl wie in Schwe⸗ den, bei denen der nordamerikaniſche Conſul ſie deponirt hatte, in ſo guter Verwahrung, daß der Advokat ver⸗ gebens nach Veranlaſſung zu Einwendungen ſuchte und daher Kellner den Rath ertheilte, allen Anſprüchen zu entſagen.
Aber damit war es noch nicht genug. Als Paukß und Roman den Juden Abraham nach deſſen verunglück⸗ tem Verſuch, Pauls Geburt aufzudecken, verließen, kam der Doktor ihnen nach und bat Paul um eine Unter⸗ redung, wobei er ihm offen ſeine Uebereinkunft mit Ab⸗ raham, nämlich, daß er ihn von dem Krankheitszuſtand des Generals in Kenntniß zu erhalten habe, eingeſtand und beklagte, daß er ſich zuerſt durch ſchöne Worte habe verführen laſſen, ſpäter aber auch durch eine drohende ökonomiſche Stellung gezwungen worden ſei, damit fort⸗ zufahren; obſchon er zu ahnen aufange, daß Abraham
nicht die beſten Abſichten hege. Nach dieſer Erklärung
gab ein Wort das aadere und der Doktor wurde von Stund an Pauls Mann; er verhalf ihm zu einem tiefern Blick in Abrahams Charakter und ſeine wirkliche Stel⸗ lung ſowohl zu dem General, wie zu dem Grafen Curt, dem Baron Krook und dem alten Kellner, endlich auch zu deſſen Sohn Franz. Paul konnte allerdings den Be⸗ trag der Kapitalien, um die es ſich zwiſchen ihnen han⸗ delte, nicht genau erfahren, aber er überzeugte ſich bald, daß die Summen ſehr bedentend waren, und daß man mit allem Recht auch hier die eine und andere fein aus⸗ geführte Betrügerei von Abraham vermuthen konnte.
Paul hatte nicht einen einzigen Augenblick die Fragen


