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rer Zeit ausmachen. Wir haben jedoch gehofft, daß Schweden dem unerhörten politiſchen Leiden entgehen könnte, welche unfehlbar andern europäiſchen Staatsge⸗ ſellſchaften bevorſtehen, wo die Verheerungen der Anar⸗ chie zu einem tiefen Nachdenken über das, was zu ihrem Frieden gehört, erwecken müſſen. Wir haben gehofft, daß Schweden unter fortgeſetztem Genuß der koſtbaren Segnungen der Geſellſchaftsordnung ſich den veredelnden und erhebenden Geſellſchaftsgeiſt aueignen könnte, welchen die reinigenden Stürme der Zeit unfehlbar herbeiführen werden, an manchen Orten jedoch erſt nach langwierigen und gräßlichen, wenigſtens theilweiſen Verwüſtungen. Wir hoffen dies unter Anderm darum, weil die herrſchen⸗ den Klaſſen in Schweden ſich niemals durch Volksunter⸗ drückung ſo ſehr verſündigt haben, wie in mehreren an⸗ dern Ländern, weßhalb auch die Spannung bei uns nie ſo gewaltſam werden kann, und weil der Kern der ſchwe⸗ diſchen Nation, die größtentheils aus frommen Landbe⸗ bauern beſteht, noch eine tiefe Fundgrube von wahrem Chriſtenthum beſitzt und deshalb fähig iſt, unmittelbar aus einem niedrigen Geſellſchaftsſtadium emporzuſteigen und ſich die ſociale Veredlung anzueignen, welche den der chriſtlichen Frömmigkeit mehr entfremdeten Völkern erſt durch die härteſte Zucht zukommen zu können ſcheint....
... Die in unſerer Zeit zahlreich aufkommen⸗ den freien Vereine für uneigennützige menſchenfreundliche Zwecke bilden die aufkeimende junge Saat, deren endliche Ernte einmal die Erhebung des Geſellſchaftslebens zu dem höhern Veredlungsſtadium ſein wird, woran die Zeit mittelbar oder unmittelbar laborirt. Dieſe Vereine üben jedoch einen ſehr geringen Theil der Kraft aus, welche auszuüben ſie beſtimmt ſind, ſo lange ſie, um eine Menge beſonderer Gegenſtände herum zerſplittert, ohne Zuſammenhang und gegenſeitige Verſtärkung arbeiten. Mächte man deshalb aus all den zerſtreuten Ver⸗


