Teil eines Werkes 
17. bis 21. Bändchen (1852)
Entstehung
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Daß Erniedrigung und Vernichtung uns treffen müſſen, wenn wir noch länger fortfahren, unter gegenſei⸗ tiger Erbitterung uns in einem ſo leidenſchaftlichen Eifer für unſere äußeren Geſellſchaftsreformen zu vertiefen, daß wir darüber die eigentliche Hauptſache vergeſſen; aber ſtärkend und zu einem höheren und edleren Staats⸗ leben erhebend wird für Schweden die Frucht der großen Bewegungen unſerer Zeit dann werden, wenn wir uns von ihnen aus unſerm Sicherheitstraum erwecken und zu kräftigem Eifer für die Hauptſache ſelbſt beleben laſſen.

Dieſe Hauptſache muß den vorhin ausgeſprochenen Anſichten gemäß darin beſtehen, im Privatleben einen wahrhaft chriſtlichen Geſellſchaftsgeiſt hervorzurufen und zur Herrſchaft zu befördern. Zu einem wahrhaft chriſt⸗ lichen Geſellſchaftsgeiſt müſſen drei Haupteigenſchaften gehören:

Erſtens ein allgemeines gegenſeitiges und demüthiges Bekenntniß, daß wir alle ohne Ausnahme und ohne Rück⸗ ſicht auf Stand und Verhältniſſe, wir mögen einer Mei⸗ nungsſchattirung angehören, welcher wir wollen, dennoch in hohem Grad in der Erfüllung unſerer Privatpflichten gegen die Geſellſchaft, wenn man dieſe vom wahrhaſt chriſtlichen Standpunkt aus betrachtet, gefehlt haben.

Zweitens ein von dem Schuldbewußtſein erweckter Eifer zur Beſſerung und ein vom Licht des Evangeliums erwärmtes Liebesleben voll Selbſtentſagung, das die himmliſche Freude des eigenen Herzens in der Zurück⸗ ſpiegelung der durch meine Selbſtentſagung ihnen berei⸗ teten Freude meiner Mitmenſchen ſucht.

Drittens religiöſe Unterwürfigkeit unter ſelbſt man⸗ gelhafte Verordnungen der Geſellſchaft, bis auf dem fried⸗ lichen Weg der Ueberzeugung wohl verbreitete Reformen gewonnen werden können..

Die Menſchen zu einem ſolchen Geſellſchaftsgeiſt zu erwecken, das muß, wie wir oben geäußert haben, die Hauptbedeutung der großen Staatserſchütterungen unſe⸗

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