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Eine düſtere Wolke breitete ſich gleichwohl über Pauls Geſicht.
„Befaß Dich nicht damit, Brauner,“ ſagte er.„Der Brief berührt nur mich allein. Lies weiter, Brauner, lies.“
Paul ſchien einen Entſchluß gefaßt zu haben, den er nicht an den Tag kommen laſſen wollte.
„Lies Brauner,“ wiederholte er, während er noch einen Gang durch das Zimmer machte.„Lies weiter. Das Werk intereſſirt mich im höchſten Grad. Lies.“
Brauner ſah ſich zurückgewieſen, und obſchon er den Seufzer nicht unterdrücken konnte, der ſeine Bruſt hob, ſo begann er dennoch die Stelle zu leſen, wo der Ver⸗
faſſer in einigen wenigen Punkten ſeine Anſichten über den Staat zuſammenfaßt.
Er las alſo:
.. Die nächſte Urſache der allgemeinen Un⸗ ruhe der Geſellſchaft i*ſt eigentlich nicht ein allgemein er⸗ wachtes Bedürfniß nach freieren Staatseinrichtungen, ſondern das Bedürfniß der Arbeiter nach Hülfe aus drücken⸗ der Armuth, wie auch das Bedürfniß, daß der Fortdauer oder Zunahme dieſer Armuth unter unſern Kindern und Enkeln vorgebaut werde. Dieſes, wie es ſcheint, rein materielle Intereſſe verdient die innige Theilnahme des Staates und muß ſogar einer der Hauptgegenſtände aller Sorgfalt der Staatsgeſellſchaft ausmachen, da auf der Freiheit vom Druck der Armuth die Möglichkeit der Er⸗ reichung des höchſten Zieles des Geſellſchaftslebens d. h. der Erziehung aller Mitglieder zu guten Chriſten beruht.
Die Urſachen des in unſrer Zeit entſetzlich geworde⸗ nen Pauperismus, wie auch ſeines Milchbruders, des Ver⸗ brechens, ſind nur zum geringen Theil in fehlerhaften Staats⸗ formen zu ſuchen, ſondern liegen hauptſächlich im Mangel am wahren Chriſtenthum unter der großen Mehrzahl.
Aeußere Geſetze, wodurch die Staatsgewalt aufrecht gehalten werden ſoll, ſind zwar allerdings wichtige Hülfs⸗ mittel, aber im Ganzen doch nur unmächtige Arzneien


