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er Brauners Vortrag widmete, um ſo mächtiger fühlte er ſich hingeriſſen.
„Vortrefflich raiſonnirt,“ ſiel er daher ein, als Brauner ſeine Lektüre ſchloß.„Du fandeſt alſo dieſes Werk im Gefängniß?“
„Ja, Herr Paul. Der Aufſeher lieh es mir.“
Romans und Deine Vorſtellungen haben mir bis⸗ her genügt, um eure Wünſche aufrichtig und lebhaft zu umfaſſen. Du ſollſt bald ſehen, Brauner, daß ich, ſobald ich gefunden habe, daß die Idee patriotiſch iſt, auch meine Verpflichtungen gegen das Volk verſtehe, und daß die Kapitalien dazu gemacht ſind, fürs Allgemeine zu wirken und zu leben, und nicht blos um in dem klein⸗ lichen Bereich des perſönlichen Privateigennutzes hinzu⸗ ſterben. Roman bleibt lange aus... aber er muß wohl bald kommen.
Brauner hörte Paul mit fröhlicher Aufmerkſamkeit an. Alles, was Paul that oder ſagte, wenn es auch eine ganz unbedeutende Kleinigkeit war, intereſſirte den alten Mann immer.
Paul hielt noch denſelben Brief in der Hand, der ihn kaum erſt ſo unruhig gemacht hatte, und da Brauner bemerkte, daß ſeine Gedanken jetzt eine andere Richtung nahmen, beſchloß er, ihn auf einmal ſeinen bisherigen ſchmerzlichen Betrachtungen zu entreißen.
Er überſprang dabei eine ganze Reihenfolge von
Prämiſſen. „Zerreißen Sie dieſen Brief, Herr Paul,“ bat er. „Er enthält etwas Unangenehmes... zerreißen Sie ihn.“
Er wollte damit ſagen: vergeſſen Sie alles, was er enthält, aber er gebrauchte eine andere Form, weil er nicht ſo raſch zu Werke gehen zu dürfen glaubte.
Es lag indeß eine ſolche Innigkeit, eine ſolche ſee⸗ lenvolle Freundſchaſt und Ergebenheit in ſeinen Worten, daß ſie zu Pauls Herzen drangen und von ihm vollkom⸗ men gut verſtanden wurden.


