Teil eines Werkes 
17. bis 21. Bändchen (1852)
Entstehung
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um Seite, Stück um Stück las, flogen ſeine Gedanken zerſtreut über die Blätter hin, und er las da und dort einen kleinen Abſchnitt.

... Um unſern Zweck beſſer aufzufaſſen, las er jetzt,wollen wir die letzten großen Revolutionen betrachten.

Von wem wurden ſte ausgeführt? Hauptſächlich von den niedrigſten Arbeiterklaſſen; und zu welchem Zweck? Um die hohen chriſtlichen Ideen Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit im Staatsleben zur Ausführung zu brin⸗ gen, ſagt man. Aber geben wohl die Zeichen der Zeit zu erkennen, daß man, mit Ausnahme einiger wenigen Edlen, in der Mehrheit dieſe Worte in ihrer inneren, hohen, geiſtigen Bedeutung aufgefaßt hat? Zeigt es ſich nicht vielmehr, daß man in Bezug auf dieſe Ideen hauptſächlich blos etwas Aeußerliches meint, was, ſofern ihre Ausführung auf die Dauer möglich wäre, als im Grund unnatürlich, zur Erniedrigung des Staatslebens und zum gänzlichen Unglück der Völker führen würde? Auch iſt ſicherlich unr die Minderzahl der thätig in die Revolution eingreifenden Arbeiterklaſſen mit Freiheits⸗ ideen ſolcher Art umgegangen. Die große Mehrheit hat dagegen nicht ihr Leben für einen Schatten gewagt, ſondern für die ernſteſte Wirklichkeit. Ein Blick in die Geheimniſſe von Paris und London, oder unter die armen Bewohner Schleſiens unterrichtet uns hierüber. Perſön⸗ liche Erfahrung oder wenigſtens tägliche Anſchauung einer Armuth, für deren Gräßlichkeit und Unerträglichkeit die Geſchichte keiner früheren Zeit ein Gegenbild liefert, hat das Volk getrieben, für ſich ſelbſt und ſeine Kinder eine von der höchſten Noth gebotene Befreiung zu ſuchen. Daß dieſelbe nicht auf dem Weg chriſtlicher Unterwürfig⸗ keit und Geduld, mit unbedingtem Vertrauen auf die Fügungen der Vorſehung erſtrebt wurde, ſondern durch ein trotziges Eingreifen in die Weltregierung der Vor⸗ ſehung, und dadurch, daß man die Forderungen des ächt