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als wahrſcheinlich bedünken, daß auch in dieſem Lande früher oder ſpäter ein gewaltſamer Ausbruch(vermuthlich um ſo gewaltſamer, je länger er durch künſtliche Mittel zurückgehalten wird) bevorſteht, wofern nicht die kräf⸗ tigſten Anſtrengungen eines edlen und erhabenen Gemein⸗ geiſtes den Gräßlichkeiten der Revolution zuvorkommen, und auf dem Wege ruhiger Verbeſſerungen allmählig dem überwiegenden Leben der Staatsgeſellſchaft Geſundheit und Harmonie verleihen.
In den Ländern, wo das Gewitter bereits zum Ausbruch gekommen iſt, ſcheint man inzwiſchen ſeine Hoffnungen auf neue Staatsformen als eine abſolute Kraft der Erlöſung geleukt zu haben. Wie wenig dieſe im Ganzen bedeuten, muß wohl leicht eingeſehen werden.“
Paul hatte aufgehört, auf und ab zu gehen, und als Brauner bis hieher gekommen war, ruhte der alte Mann ein wenig aus, um zu ſehen, was Paul mache.
An einen Fenſterpfeiler gelehnt, blickte er ſtarr gerade aus. Nach ſeiner Miene zu ſchließen, ſchien er nichts um ſich her zu ſehen, oder zu hören.
„Armer Paul,“ ſeufzte Brauner vor ſich hin; „welches Unglück mag ihm wohl dieſer Brief verkündet haben?“
Als der Ton von Brauners Stimme aufhörte, fuhr Paul zuſammen.
„Lies weiter, Brauner, lies.“
Paul folgte dem Inhalt des Buches nicht, aber ſein Inneres arbeitete freier unter dem Getöne der leſenden Stimme. Hätte er einen Sturm um ſich hervorzurufen vermocht, er würde ſich ſicherlich noch wohler gefühlt haben. Wie man in gewöhnlichen Fällen über ein un⸗ erwartetes Getöſe erſchreckt, ſo wurde Paul jetzt durch das Schweigen erſchreckt..
Brauner wußte nicht, was in ihm vorging, aber er willfahrte ihm ſo gerne, und ohne ſelbſt darüber nach⸗ zudenken, ob er das Werk in guter Ordnung, Seite


