—
—
1
*
1
zu gewinnen ſuchen, die doch hauptſächlich von innen erſtrebt werden muß, ermahnen uns, mit allen Kräften die allgemeine Aufmerkſamkeit darauf zu leiten, daß der Druck der Zeit blos zum geringeren Theil von mangel⸗ haften Staatsformen herrührt, zum größten Theil aber im Mangel an einen lebendigen chriſtlichen Geiſt in dem eigenen individuellen Leben der Völker ſelbſt ſeinen Grund hat.
Daß das politiſche Leben von einer ruhigen, ver⸗ nünftigen Entwicklung abgelenkt worden, und in ſolche unchriſtliche Gewaltthaten ausgeartet iſt, die, wenn ſie noch lange fortwähren, und nicht durch einen ſchnell ſich erhebenden edleren Geſellſchaftsgeiſt gehemmt werden, alles Geſellſchaftsleben mit barbariſcher Auflöſung be⸗ drohen, iſt offenbar nicht, wie von gewiſſer Seite be⸗ hauptet wird, eine neue Folge der Nachgiebigkeit der Regierungen gegen liberalere Staatstheorien, ſondern ein dadurch nur etwas beſchleunigter Ausbruch der ſchon lange im Staatskörper entſtandenen Krankheiten, die jetzt dermaßen zugenommen haben, daß das innenwoh⸗ nende Uebel nicht mehr durch die Tyrannei künſtlicher Kräfte des Staates beſchworen, nicht mehr innerhalb der Riegel der Polizeigewalt eingeſchloſſen und verborgen, nicht mehr mit den eiſernen Feſſeln derſelben gebunden werden kaun.
Man preist England glücklich, daß es noch immer durch die Strenge der Polizeigewalt das ſtets zuneh⸗ mende Elend der Armuth, und die in gleichem Maaß mit derſelben immer zunehmenden verbrecheriſchen Nei⸗ gungen verbergen, und den Staat fortwährend eine gute Miene zum böſen Spiel machen laſſen kann; aber da die Staatskrankheit dennoch im ununterbrochenen Zu⸗ nehmen begriffen und dadurch bewieſen iſt, daß der Staat gegenwärtig, namentlich in Bezug auf Irland, mit der Ausübung der von uns eben genannten Haupt⸗ pflichten nicht gut zurecht kommt, ſo will es uns mehr


