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Schickſal entſcheiden werden, ſteht Ihnen zu Dienſten, wenn Sie ſich künftig unbedingt unter meine Befehle ſtellen und, vorausgeſetzt, daß Sie, von Ihren Richtern freigeſprochen, Ihren Dienſt bei Paul wiedererhalten, dieſen an mich verrathen wollen.“
„Nie, in Ewigkeit nie!“
„Bedenken Sie ſich wohl.“
„Ich habe mich ſchon bedacht.“
„Nun ſo fürchten Sie mich. Ich ſtürze Sie. Das nächſtemal, wenn Sie ins Verhör kommen, iſt Ihr Schickſal entſchieden.“
Kelluer verließ die Stube.
Der zur Fortſetzung der Unterſuchung beſtimmte Tag kam. Die Gefangenen wurden von der Stadtwache abgeholt und der Zug ging über den Markt Guſtav Adolph II. und die Nordbrücke nach dem Polizeiſaal. Der Weg iſt nicht lang, führt aber über die beſuchteſten Plätze der Hauptſtadt.
Brauner hatte den Hut ſo tief wie möglich herab⸗ gedrückt und den Rockkragen über ſein Geſicht hinaufge⸗ ſchlagen. Es war dem Unglücklichen, als er jetzt mitten unter den Verbrechern ging, zu Muth, wie wenn er jetzt ſelbſt der groͤßte Verbrecher wäre. Auf dem Trottoir am Markt Guſtav Adolphs ſtand Kellner mit einigen Bekannten.
„Da geht,“ ſagte er zu ſeinem Nachbar,„der größte Dieb von Stockholm. Haſt Du ihn geſehen?“
„Welcher? Der da mit dem rothen Haar?“
Er deutete auf den Fuchs.
„Ich meine den mit dem weißen Haar, den Alten.“


