Teil eines Werkes 
12. bis 16. Bändchen (1852)
Entstehung
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zdaß Sie niemals an ihren Verbrechen Theil genommen haben? Beim Himmel, niemals, und gleichwohl, ich kann es nicht läugnen, verſöhnte ich mich endlich mit meinem Loos, weil ich manchmal im Fall war, verbrecheriſche Unternehmungen abwehren zu können.

Dann habe ich Ihnen einen andern Rath zu ge⸗ ben. Verrathen Sie die Geheimniſſe der Andern, ent⸗ decken Sie die ganze Diebsbande, und der Staat wird Ihnen Rechnung dafür tragen und Sie begnadigen.

Der Unbekannte ſprach langſam, um genau zu be⸗ obachten, welchen Eindruck ſeine Worte machen würden.

Sie verrathen? O unmöglich, dieſe Diebe und Schelme waren die einzigen, die mir Schutz und Hülfe verliehen, als ich dem Hungertode nahe und von aller Welt verlaſſen war. Sie verrathen? nein, niemals, ſelbſt nicht im peinlichen Verhör.

Bedenken Sie doch, dieſe Leute liegen in Ihren Händen.

Juſt deshalb können ſie ſich auch auf mich verlaſ⸗ ſen. Ich werde Dankbarkeit nicht mit Undank, Freund⸗ ſchaft nicht mit Feindſchaft belohnen. Nie...

Man ſpricht ſonſt davon, daß die Bande in ganz Schweden verzweigt ſei, daß ſie ordentliche Höhlen habe und ſogar Auktionen mit den geſtohlenen Waaren halte. Wie verhält es ſich damit? Iſt es wahr?

Ich weiß nicht.

Brauner war aufrichtig geweſen, ſo lange es ihm ſelbſt galt; jetzt wurde er vorſichtiger. Er wußte nicht, wen er vor ſich hatte.

Dann dürſte ich mehr wiſſen als Sie, Brauner. Eine der Diebshöhlen liegt am Ende der weſtlichen Hop⸗ fengartenſtraße und in der Verlängerung der Sauerbrun⸗ nenſtraße. Im Herbſt bei einer Auktion daſelbſt begaben Sie ſich hin, das weiß man. Sie ſollen ſich mit einer Laterne geleuchtet haben. Das ſcheint doch wohl zu be⸗