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In der Dunkelheit konnte er das Ausſehen des Ein⸗
tretenden nicht unterſcheiden. „Brauner!“ redete ihn
richtete ſich auf. „Wer ſind Sie? Was wollen Sie?“ fragte er.
„Ich bin Ihr Freund,“ antwortete der Unbekannte, „ich komme, um Sie zu retten.“
Beim Gedanken, daß er noch einen Freund beſitze, feuchtete ſich das Auge des Alten von einer Thräne.
„Sie ſehen wohl ein, daß Ihr Untergang gewiß iſt,“ fuhr der Unbekannte fort,„im Fall Sie ſich nicht bald der ſtrafenden Hand der Gerechtigkeit entziehen.“
Brauner vermochte nicht länger an ſich zu halten.
Das Bedürfniß, ſich zu vertheidigen, überwältigte ihn. Wir wollen nun auch hören, wie er ſeine eigene Stellung beurtheilt.
„Ich weiß nicht, wer Sie ſind, mein Herr; aber wer Sie auch ſein mögen, ich habe nichts dabei zu fürch⸗ ten, wenn ich aufrichtig bin. Sie ſprechen von der Strafe, die mich erwarte, wenn ich mich nicht bald der Gerech⸗ tigkeit entziehe. Ach Herr, könnte ich nur Gerechtigkeit finden, ſo hätte ich keine Strafe zu fürchten. Jetzt da⸗ gegen..“
„Es freut mich,“ fiel der Unbekannte ein, als Brau⸗ ner pauſirte,„daß Sie die Gefahr begreifen, worin Sie ſchweben, und ich hoffe Sie mit meinem Vorſchlag zu⸗ frieden zu finden. Heute Nacht um zwei Uhr werden Sie frei ſein.“
„Frei?“
„Sie haben Freunde, welche die Wege kennen; die Stallknechte da drunten im Hof ſind erkauft. Man wird von dort aus die Thüre öffnen, die Gitter vor Ihrem Fenſter zerſägen, und Morgen früh wird man vergeblich nach Ihnen ſuchen. Sie billigen doch den Vorſchlag.“
Es lag in der Stimme des Redenden Etwas, das Brauner nicht recht verſtand. Sie war ungleich, unſicher.
eine Stimme an. Der Greis
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