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„Die Gefangenen wurden hierauf ins Gefängniß zu⸗ rückgeführt, um an einem andern Tag wiederum vor Ge⸗ richt geſtellt zu werden.
Am Abend deſſelben Tages trat der Wachtmeiſter zu ihnen ins Gefängniß.
„Sie ſind ein gefährlicher Mann,“ ſagte er zu Brau⸗ ner.„Sie waren der Rädelsführer ſowohl bei dem Ein⸗ bruch in Herrn Paul Kellners Hauſe wie auch bei dem Fluchtverſuch, ich muß Sie von Ihren Kameraden tren⸗ nen. Folgen Sie mir.“
Brauner ſah mit Schrecken, wie der Argwohn ſich gegen ihn kehrte, aber er folgte ruhig
Der Wachtmeiſter, dem einige Gefangenwärter folg⸗ ten, brachte ihn jetzt in eine andere Stube, wo er ſich jetzt allein befand.
Brauner war nicht unzufrieden mit ſeiner Einſam⸗ keit, im Gegentheil freute er ſich darüber; aber er litt tief von den Beſchuldigungen, die gegen ihn gerichtet wurden.
Bekümmert warf er ſich auf die Pritſche und war außer Stands, einige Ruhe zu finden. In der Dunkel⸗ heit, die ihn umgab, ſah er um ſo klarer ſeine eigene Noth. Seine ſchmerzlichen Vorſtellungen ſtanden wie eine brennende Feuerſchrift vor ſeiner Seele.
Ganz in ſich verſchloſſen, vergaß er alles andere. Er wußte nicht, wie der Tag hinging, wie die Stunden entflohen.
Ein Geräuſch erweckte ihn endlich aus ſeiner qual⸗ vollen Betäubung, und er hörte, wie die Thüre ſeines Gefängniſſes ſich öffnete und Jemand eintrat.
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