eidne aben! un
mei
p. di
39
haftigkeit ſteht Dir beſſer an, als die nüchterne Ver⸗ nünftigkeit.“ 3 4
„Die Sache iſt die, müſſen Sie wiſſen, daß der Chevalier ſo viele Talente und ſo viele Liebesabentener hat, daß der hundertſte Theil davon mehr iſt als alles, was ihr Herren zuſammen in eurem ganzen Leben haben dürftet.“
„Was plapperſt Du uns da vor?“
„Tauſend Teufel!“
„Gleich als ob wir nicht auch...“
„Eben jetzt erſt, müſſen Sie wiſſen, kam er ganz wie ein Arbeiter gekleidet hieher... mit einem Bündel unter dem Arm.“
„Was zum Henker ſchwatzeſt Du, Du Närrin?“
„Ich habe auch meine Berechnungen. Er kam von einem Rendezvous...“
„Mit irgend einer kleinen Arbeiterin?“
„Ei warum nicht gar? Ich glaube, daß es eine ſehr vornehme Dame iſt, in deren Haus er nur als Ar⸗ beiter Zutritt finden kann.“
„Der verſchlagene Schelm.“
„Und was ſagte er denn, als er hieher kam?“
„Ach, wir Mädchen, wir lachten ihn blos aus. Bei ſolchen Dingen darf man nicht thun, als ob man etwas merkte. Aber lachen darf man und das bedentet doch auch etwas.“
„Und er?“
„Er lachte mit.“
„Ihr verſtandet einander?“
„Wer denkt wohl daran, einander zu verſtehen, wenn man ſich nur amüſirt? Im Uebrigen war es nicht das erſte Mal, daß er auf dieſe Art kam. Er iſt ein rechter Abenteurer... ein Menſch, den man unwillkürlich zu lieben gezwungen iſt, unwiderſtehlich...“
Die jungen Herren hatten jetzt ſo viel vom Chevalier


