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Oſtſüdöſtlich von Beckholm lag zur ſelben Zeit ein kleines Dampfſchiff an einer dort befindlichen einſamen Brücke, von welcher man direkt in den Thiergarten und an das franzöſiſche Hotel heraufkommt.
Von dem kleinen Dämpfer her, der nur für Luſt⸗ fahrten auf dem Strom und in den nächſten Scheeren eingerichtet iſt, hörte man eine ſchöne Blechmuſik, wäh⸗ rend die Geſellſchaft, aus einigen luſtigen Freunden be⸗ ſtehend, die das Schiff für den Abend gemiethet hatten, aus Land ſprang.
Arm in Arm und begleitet von der Muſik, begaben ſich die fröhlichen Geſellen, die auf dem Platz vollkommen zu Hauſe waren, auf einem Fußſteig in das Wirthshaus, ſo daß ſie von der Hinterſeite oder durch den kleinen an der See liegenden teraſſenartigen Garten dort ankamen.
„Blauäugige Marie!“
„Lange Charlotte!“
„Goldgelockte Auguſte!“ 3
Schlanke Finke!“ ⸗
Soſ riefen die Herren einer um den andern, und bei jedem Namen ſprang eine jener Sylphiden vor, die mit dem Symbol eines Schmetterlings auf dem Kopf“) das ſchimmernde, aber leicht gebrochene, ſchnell erblaſſende Leben einer Blume führen.
„Muſik!“ rief einer der Gäſte.„Spielt, komm, Amarillis, zu Chren des ſchönen Geſchlechtes und ſpeziell zu Chren der vier unvergleichlichen Grazien, die uns jetzt ſo freundlich entgegenlächeln.“
„Fangt an, fangt an,“ riefen die jungen Herren im Chor,„komm, Amarillis.“ Die Muſik blies.
*) Die Hänbchen, welche dieſe Mädchen tragen, haben eine unverkennbare Aehnlichkeit mit bunten Schmet⸗ terlingen.


